Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt bei 41 Prozent – CDU weit abgeschlagen
AfD in Sachsen-Anhalt bei 41 Prozent – CDU abgeschlagen

Die AfD bleibt in Sachsen-Anhalt vier Monate vor der Landtagswahl die mit Abstand stärkste politische Kraft. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap liegt die Partei bei 41 Prozent und baut ihren Vorsprung zur CDU weiter aus. Die Christdemokraten kommen nur noch auf 26 Prozent. Das ist das Ergebnis des sogenannten „Sachsen-AnhaltTREND“, der im Auftrag der „Magdeburger Volksstimme“, der „Mitteldeutschen Zeitung“ und des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) erhoben wurde.

AfD legt zu – CDU verliert

Im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage vom September 2025 legte die AfD um zwei Prozentpunkte zu, während die CDU einen Punkt verlor. Die Linke würde mit zwölf Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft, die SPD käme auf sieben Prozent. Die Grünen und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegen jeweils bei vier Prozent und würden ebenso wie die FDP den Einzug in den Landtag verpassen. Die FDP wird aufgrund zu geringer Werte in der Umfrage nicht separat ausgewiesen. Auf alle sonstigen Parteien entfallen zusammen sechs Prozent.

Trendwende nach früheren Umfragen

Die aktuellen Zahlen markieren eine Trendwende nach früheren Umfragen des Instituts Insa für das Nachrichtenportal „Nius“. Dort war die AfD von einem Hoch von 40 Prozent im Oktober 2025 zunächst auf 39 Prozent im Januar und schließlich auf 38 Prozent im März gesunken. Nun liegt sie wieder höher.

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Ministerpräsidentenfrage: Schulze vor Siegmund

Bei der Frage, wer die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD (43 Prozent) und CDU (44 Prozent) praktisch gleichauf. 13 Prozent der Befragten machten keine Angabe oder sind unentschieden. Würde der Ministerpräsident direkt gewählt, läge Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit 36 Prozent vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit 32 Prozent. 32 Prozent der Befragten wissen nicht, wen sie wählen würden, oder machen keine Angabe.

Wichtigste politische Probleme

Als wichtigstes politisches Problem in Sachsen-Anhalt sehen die Befragten den Komplex Einwanderung, Flüchtlinge, Asylpolitik und Integration (14 Prozent), gefolgt von Bildung, Schule und Ausbildung (zwölf Prozent) sowie der Wirtschaft (zehn Prozent). Der AfD wird am ehesten zugetraut, die größten Probleme des Landes zu lösen: 31 Prozent der Befragten sehen dies so, zwei Prozentpunkte mehr als in der September-Umfrage. Die CDU kommt hier auf 18 Prozent (minus zwei Prozentpunkte). Jeder Fünfte traut keiner Partei die nötige Problemlösungskompetenz zu.

Unzufriedenheit mit Landesregierung

Eine deutliche Mehrheit von 62 Prozent der Befragten ist mit der Arbeit der Landesregierung weniger oder gar nicht zufrieden. Nur ein Drittel (33 Prozent) äußert sich sehr zufrieden oder zufrieden. Das Vertrauen in den Staat, seine Aufgaben insgesamt zu erfüllen, ist gering: 82 Prozent der Befragten haben wenig oder gar kein Vertrauen, lediglich 16 Prozent sprechen ein großes oder sehr großes Vertrauen aus.

Wirtschaftliche Lage pessimistisch bewertet

Die aktuelle wirtschaftliche Lage in Sachsen-Anhalt beurteilt eine große Mehrheit von 82 Prozent als weniger gut oder schlecht. Nur 14 Prozent bewerten sie als sehr gut oder gut, vier Prozent machten keine Angabe oder sind unsicher.

Wahlumfragen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der Daten. Sie spiegeln lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den tatsächlichen Wahlausgang.

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