Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine feste Größe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) präsentiert regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gab es wieder zahlreiche denkwürdige Fundstücke mit spannenden Geschichten. Im Folgenden wird das Highlight der heutigen Folge vorgestellt, außerdem werden weitere Raritäten gezeigt, die am Montag, dem 18. Mai 2026, versteigert wurden.
Das Highlight der heutigen Folge
Bei „Bares für Rares“ wurde es heute klein, kostbar und technisch innovativ: Birgit aus Borken brachte einen ganz besonderen Ring aus den 1920er-Jahren mit ins Pulheimer Walzwerk. Das Schmuckstück ist aus Platin gefertigt, mit 20 feinen Achtkant-Diamanten besetzt und mit einer Funktion ausgestattet, die damals wie heute außergewöhnlich ist: In den Ring ist eine kleine Uhr integriert.
Das Schmuckstück stammt aus dem Nachlass von Birgits Mutter und könnte so manche spannende Geschichte erzählen: Während der Kriegszeit wurde der Ring auf dem Bauernhof der Großeltern in einem Kinderwagen versteckt, um ihn vor den damals häufigen Plünderungen zu schützen – mit Erfolg. Der Ring blieb im Familienbesitz, sodass Birgit ihn nun Moderator Horst Lichter und Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) präsentieren konnte.
Die Ringuhr war für die 1920er-Jahre eine technische Besonderheit. In dem kleinen Ringgehäuse mussten nicht nur ein Zifferblatt, sondern auch ein funktionierendes Uhrwerk Platz finden. Obwohl das Zifferblatt sichtbare Mängel aufweist, ist die Uhr intakt – ein Zeugnis für die Qualität, Sorgfalt und Präzision, mit der Uhrmacher schon vor über 100 Jahren arbeiteten. Den Materialwert bezifferte die Expertin auf lediglich 200 Euro. Wegen der Seltenheit des Stücks schätzte sie den Gesamtwert jedoch auf 900 bis 1.100 Euro. Birgits Wunschpreis lag bei etwa 1.000 Euro – ein Volltreffer. Kaum war das Schmuckstück im Händlerraum angekommen, zeigte sich reges Interesse. Vor allem Elisabeth Nüdling (46) hatte sich sofort in die Rarität verliebt: „Das ist ja wirklich phänomenal. Irre!“, schwärmte die Händlerin. Mit 1.000 Euro setzte sie sich gegen die Konkurrenz durch und bekam den Zuschlag – punktgenau bei Birgits Wunschpreis. Eine Win-win-Situation für beide Seiten.
Weitere Raritäten vom 18. Mai 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute und die Einschätzung des Expertenteams:
- Dux-Kinderprojektor von 1968: Siegmar und Jan brachten ein handbetriebenes Mini-Kino mit originaler Filmkassette „Die Schatzinsel“ mit. Der Kunststoff-Projektor ist gut erhalten und funktionstüchtig. Experte Detlev Kümmel (58) schätzte das Stück auf 40 bis 50 Euro.
- Biedermeier-Ölgemälde: Das Genregemälde von Henry Ritter aus der Düsseldorfer Schule zeigt einen Dorfpfarrer mit Kindern bei der Sonntagsschule. Es ist fein gearbeitet, weist aber kleinere Restaurationsschäden auf. Kunstexpertin Friederike Werner (64) taxierte das Werk auf 800 bis 1.000 Euro.
- Goldbrosche aus den 1950er/60er-Jahren: Maggie präsentierte eine asymmetrische Brosche mit sieben Diamanten und Monogramm von Jakob Hörnle aus Pforzheim. Neben der hochwertigen Verarbeitung fiel die ungewöhnliche Form ins Auge. Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzte das Schmuckstück auf 1.000 bis 1.200 Euro.
- Designer-Kerzenleuchter „Simon“: Ljiljana brachte einen siebenarmigen, versilberten Leuchter mit integriertem Blumenbehälter mit. Entworfen wurde das Designobjekt vom tschechischen Architekten und Künstler Bořek Šípek (†68). Expertin Friederike Werner sah den Wert bei 600 bis 800 Euro.
- Pierre-Cardin-Metallkrawatten: Ein Ehepaar aus Bremerhaven präsentierte fünf seltene, bewegliche Metallkrawatten mit Pierre-Cardin-Signatur aus den 60er/70er-Jahren. Die ungewöhnlichen Accessoires überzeugten durch Design und Seltenheit. Detlev Kümmel schätzte das Konvolut auf 500 bis 600 Euro.
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.



