Union Berlin: Warum der nächste Trainer alles richten muss
Union Berlin: Nächster Trainer muss alles richten

Für den 1. FC Union Berlin steht in dieser Saison noch ein wichtiger Termin an: die Mitgliederversammlung am Dienstagabend. Dann muss Präsident Dirk Zingler (61) Bilanz ziehen – und die fällt erneut durchwachsen aus. Darüber können auch die letzten drei Erfolgswochen unter Marie-Louise Eta (34) nicht hinwegtäuschen.

Trainerwechsel als ständiges Muster

Auch in dieser Spielzeit wechselte Union den Trainer – ein Zeichen dafür, dass aus Sicht der Eisernen nicht alles rund lief. Beim nächsten Coach, als heißer Kandidat gilt der Schweizer Meister-Coach Mauro Lustrinelli, muss nun alles passen, wenn Union endlich Ruhe und Konstanz finden will. Mit dem drittbilligsten Kader der Liga auf Platz 11 (39 Punkte) zu landen, ist eine hervorragende Leistung. Diesen Erfolg verdanken die Berliner jedoch auch der Schwäche der Gegner. Im Jahr zuvor holten sie einen Punkt mehr, landeten aber nur auf Platz 13. Mit Eta gelang im Endspurt das Saisonziel: Union geht in die achte Bundesliga-Saison.

Frühere Erfolge mit günstigem Kader

Dass auch ohne teuren Kader mehr geht, hat Union bereits bewiesen – mit einem Trainer, der das Beste aus der Mannschaft herausholt und langfristig arbeiten kann. In der Saison 2019/20 hatten die Köpenicker sogar den zweitbilligsten Kader und erreichten am Ende die Conference League. Es folgten Teilnahmen an Europa- und Champions League. All dies gelang dank und mit dem Schweizer Urs Fischer (60). An diese guten alten Zeiten will Union – womöglich mit Fischers Landsmann Lustrinelli – nun wieder anknüpfen.

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Kontinuität nach Fischer fehlt

Zur Wahrheit gehört auch: Nach Fischer klappte es mit keinem Coach mehr richtig. Nenad Bjelica (54) war nach 161 Tagen Geschichte, Bo Svensson (46) musste nach 179 Tagen gehen. Steffen Baumgart (54) bekam knapp anderthalb Jahre Zeit, um Union wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Nach der Rettung im Vorjahr und einer passablen Hinrunde 2025/26 brach die Leistung in der Rückrunde ein. Plötzlich war Union wieder nah am Abstiegskampf, und Baumgart musste gehen.

Herausforderungen der kommenden Saison

Die nächste Saison ist die letzte vor dem Auszug aus der Alten Försterei. Ein Jahr lang müssen die Eisernen ihr Wohnzimmer verlassen und im Olympiastadion spielen. Neben dem emotionalen Aspekt bedeutet das auch: Miete wird fällig, die Union im eigenen Stadion nicht aufbringen muss. Für die Finanzen ist die Erstklassigkeit entscheidend – jeder höhere Tabellenplatz bringt mehr Einnahmen. Daher muss der neue Trainer funktionieren und Kontinuität zurückbringen, wie damals Urs Fischer.

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