Ölfilm im Isarkanal: Großeinsatz zum Schutz von Vogelschutzgebiet
Ölfilm im Isarkanal: Großeinsatz für Vogelschutz

Ein Ölfilm auf dem Isarkanal bei München hat am Montag einen Großeinsatz von Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Polizei ausgelöst. Die Einsatzkräfte brachten mehrere Ölsperren aus, um das nahe gelegene Vogelschutzgebiet am Ismaninger Speichersee zu schützen.

Einsatzgebiet über zehn Kilometer

Über annähernd zehn Kilometer und die beiden Landkreise München und Ebersberg erstreckte sich das Einsatzgebiet. Zwischen der Brücke der B471 und dem Mitteldamm des Speichersees bei Landsham setzten Einheiten von Feuerwehr und THW auch mehrere sogenannte Ölschlängel ein. Die Situation wurde zudem von der Abteilung Wasserrecht im Landratsamt München beobachtet.

Öl-Behälter im Kanal gefunden

Zwischen der Autobahn 99 bei Unterföhring und der Bundesstraße 471 bei Aschheim waren offenbar Öl-Behälter im Kanal gefunden worden, die teilweise ausgelaufen waren. Mit dem Stichwort „Öl auf fließendem Gewässer“ wurde am Montag ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert. Ein kleinerer Ölfilm trieb gegen 7 Uhr auf dem Isarkanal, teilte die Kreisbranddirektion des Landkreises München mit.

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Schutz des Ismaninger Speichersees

Man habe umgehend das Kraftwerk zum Speichersee geschlossen, Ölsperren eingebracht und die kleinen Ölgebinde von etwa acht bis zehn Litern aus dem Wasser geborgen. Durch die frühzeitigen Absperrungen konnte das Naturschutzgebiet gesichert werden. Laut Landratsamt Ebersberg wurde der Ismaninger Speichersee im Landkreis als Vogelschutzgebiet festgesetzt: „Er ist eines der drei bedeutendsten europäischen Mauser- und eines der wichtigsten deutschen Überwinterungsgebiete für Wasservögel und ein überaus bedeutendes Brutgebiet.“

Maßnahmen zur Schadensbegrenzung

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren nahmen das Öl mithilfe von saugfähigem Vlies auf, ehe es eine Firma im weiteren Verlauf fachgerecht entsorgte. Um eine weitere Ausbreitung auf Nachbarlandkreise auszuschließen, entstand unmittelbar vor dem Kraftwerk Finsing beim Mitteldamm eine zusätzliche Ölsperre. Das Wasserwirtschaftsamt München war vor Ort und begleitete den Einsatz engmaschig. Zusätzlich wurden Wasserproben entnommen.

Drohneneinsatz und Schadenshöhe

Zusätzlich kontrollierten die Einsatzkräfte die Wasserwege mithilfe von Drohnen aus der Luft auf weitere Ölfilme. Bisher ergaben sich daraus keine weiteren Erkenntnisse mit Blick auf weitere Verschmutzungen. Zur Schadensursache und zur Schadenshöhe konnte die Kreisbranddirektion keine Aussage treffen. Seitens der Feuerwehren waren zahlreiche Kräfte mit Booten und Ölwehrgerät aus Aschheim, Unterföhring, Kirchheim, Ismaning, Heimstetten, Oberschleißheim, Grasbrunn, Pullach, Pliening und Landsham vor Ort. Auch das THW München-Land und die Polizei waren im Einsatz.

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