FC Bayern: Legendärer 1860-Fan kritisiert Banner-Streich bei Meisterfeier
1860-Ikone kritisiert Banner-Aktion auf Bayern-Feier

Am vergangenen Sonntag feierten Tausende Fans des FC Bayern München auf dem Marienplatz den 35. Meistertitel des Rekordchampions. Die rot-weiße Party wurde jedoch von einem provokanten Seitenhieb des Stadtrivalen TSV 1860 München überschattet. Ein manipuliertes XXL-Logo mit dem beleidigenden Schriftzug „FC Bauern Hurensöhne“ und einem versteckten „1860“-Schriftzug wurde durch die Menge getragen. Aus der Vogelperspektive war der Streich deutlich sichtbar.

Fan-Ikone Franz Hell äußert sich

Franz Hell, eine der bekanntesten Fan-Persönlichkeiten der Löwen, kommentierte den Vorfall gegenüber SPORT1. Der 72-Jährige ist seit dem ersten Bundesligaspiel des TSV 1860 München im August 1963 gegen Eintracht Braunschweig Anhänger. Von 1963 bis 1970 besuchte er altersbedingt nur Heimspiele, danach war er von 1970 bis 2020 bei nahezu allen Pflicht- und Freundschaftsspielen dabei. Hell zählt neben Roman Wöll und Fritz Fehling zu den bekanntesten Allesfahrern des Vereins.

„Das war wahrscheinlich eine Aktion unserer Ultras. Die Rivalität zwischen Rot und Blau ist bekanntlich seit jeher sehr groß. Mir ist nicht bekannt, wer konkret dahintersteckt. Die Aktion war vermutlich durchaus witzig gemeint“, sagte Hell.

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Kritik an Beleidigungen

Gleichzeitig fand Hell auch deutliche Worte: „Ganz allgemein sind Beleidigungen – ganz gleich in welchem Zusammenhang – ein schlechtes Vorbild für die Jugend und haben im Fußball meiner Meinung nach nichts zu suchen.“

Roman Wöll, eine weitere Fan-Ikone, bewertete die Aktion als „nicht so dramatisch“, aber „ein bissl frech von unseren Jungs“. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er: „Ich wäre gar nicht erst dahin gefahren, wenn die Roten auf dem Marienplatz feiern. Das muss echt nicht sein. Ich hätte das Ding gar nicht erst angefasst. Ich trage auch keine roten Klamotten.“

Traditionelle Rivalität

Die Rivalität zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860 München zählt zu den traditionsreichsten im deutschen Fußball. Auch wenn sich beide Vereine sportlich inzwischen in unterschiedlichen Welten bewegen, bleibt die emotionale Spannung zwischen den Fanlagern in München ungebrochen. Der Vorfall auf der Meisterfeier zeigt, dass die Rivalität auch jenseits des Spielfelds immer wieder für Schlagzeilen sorgt.

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