Podcast „2,1 Millionen“: Vor Besuch des Ministerpräsidenten in Harzgerode – Belegschaft von Bohai hofft auf Ergebnisse
Volkswagen hat dem Zulieferer Bohai aus Harzgerode eine Schonfrist von sechs Monaten gewährt. Doch für den Standort und die Menschen vor Ort bleibt die Lage angespannt. In der neuen Podcastfolge von „2,1 Millionen“ geben Host Max Hunger und Betriebsrätin Annika Jablonski ein Update zu den neuesten Entwicklungen.
Nach der angekündigten Auftragsstreichung durch Volkswagen kann das Bohai-Werk vorerst weiterproduzieren. Für rund ein halbes Jahr sollen weiter Aufträge an das Werk in Harzgerode gehen. Betriebsrätin Annika Jablonski sagte in der neuen Folge des Politikpodcasts „2,1 Millionen“, die Belegschaft schwanke zwischen Hoffnung und Ernüchterung. Auslöser der Krise war die kurzfristige Entscheidung von VW, die Zusammenarbeit ab Herbst zu beenden. Rund 600 Beschäftigte im Werk sowie insgesamt etwa 1.300 Arbeitsplätze im Umfeld hängen an dem Standort.
Nur eine kurze Atempause für das Werk
Der zeitlich befristete Auftragsschub sorgt zwar für etwas Luft, löst aber die grundsätzlichen Probleme nicht. „Ein halbes Jahr ist quasi gar nichts“, sagte Betriebsrätin Annika Jablonski im Podcast. Weder wisse man, wann die Frist genau beginnt und wie sie konkret ausgestaltet wird. Neue Kundschaft, das Aus oder doch ein weiter so? Für die Belegschaft bedeutet das vor allem eines: weiter große Unsicherheit.
Kann die Politik noch etwas regeln?
Der Blick richtet sich nun auf die Landespolitik. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) will das Werk am Dienstag besuchen und mit Verantwortlichen sprechen. In der Belegschaft sind die Erwartungen allerdings nicht sonderlich hoch. Der Betriebsrat hofft dennoch darauf, im direkten Austausch weitere Unterstützung zu erreichen. „Vielleicht hat er ja tatsächlich noch irgendeinen Ass im Ärmel“, so Annika Jablonski. Egal wie es kommt, „Wir kämpfen weiter“. Der Podcast „2,1 Millionen – Der Politikpodcast für Sachsen-Anhalt“ ist überall dort verfügbar, wo es Podcast gibt.



