Der Bergfilmer Philip Flämig hat die zweifache Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier 2024 für eine Dokumentation in den Himalaja begleitet. Im Interview mit dem SPIEGEL spricht er über die gemeinsame Zeit am Berg und erklärt, warum er die Kamera oft im Rucksack ließ.
„Laura war unheimlich stark“
Flämig erinnert sich an Dahlmeiers außergewöhnliche physische und mentale Stärke. „Sie hatte dieses Wilde, Freiheitssuchende in sich“, sagt er. Die Dokumentation entstand im Rahmen eines Projekts, das Dahlmeiers Leidenschaft für das Bergsteigen und ihre Fähigkeiten in extremen Höhen zeigen sollte.
Vertrauen am Berg
Der Filmemacher betont, dass das Vertrauen zwischen ihm und Dahlmeier entscheidend war. „Wir mussten uns aufeinander verlassen können, besonders in schwierigem Gelände“, so Flämig. Oft habe er die Kamera im Rucksack gelassen, um den Moment nicht zu stören und das Erlebnis authentisch einzufangen.
Die Expedition führte das Team in abgelegene Regionen des Himalaja, wo sie unter extremen Bedingungen drehten. Dahlmeier, die im Juli 2025 beim Bergsteigen am Laila Peak in Pakistan verunglückte, zeigte sich laut Flämig stets professionell und bescheiden. „Sie war eine Ausnahmeathletin, aber auch ein ganz besonderer Mensch“, sagt er.
Die Dokumentation soll voraussichtlich 2026 veröffentlicht werden. Flämig hofft, dass der Film Dahlmeiers Vermächtnis als Bergsteigerin und Sportlerin würdigt.



