Bernburg - Ausstellungen beaufsichtigen, Führungen machen oder Sammlungsarbeit in Depots: Museen in Sachsen-Anhalt haben anlässlich des Internationalen Museumstages die Bedeutung des Ehrenamtes herausgestellt. Viele könnten ohne unterstützendes freiwilliges Engagement nicht mehr bestehen, wie der Landesmuseumsverband mitteilte. Auch, weil ehrenamtlich geführte Vereine Träger mancher Museen sind. Museen stünden vor der Aufgabe, das Ehrenamt zeitgemäß, flexibel und wertschätzend zu gestalten, damit Menschen langfristig motiviert und engagiert blieben, hieß es.
Motto und Teilnahme
Der 49. Internationale Museumstag stand unter dem Motto „Museums uniting a divided world“ (Museen vereinen eine gespaltene Welt). Landesweit öffneten Museen bei freiem Eintritt ihre Türen und boten Führungen, Mitmachaktionen und digitale Formate an, etwa das Fachwerkmuseum Quedlinburg, das Fernmeldemuseum Bottmersdorf, das Kunstmuseum Magdeburg, das Schloss Merseburg, das Augusteum Wittenberg und das Kloster Michaelstein im Harz. Auf dem Programm des Museumsverbandes gab es 65 Veranstaltungen, darunter auch einige in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.
Ehrenamt als Rückgrat
Ohne das Engagement Freiwilliger wäre der Betrieb vieler Museen nicht möglich. Die Helfer übernehmen nicht nur Aufsichts- und Führungsaufgaben, sondern auch wichtige Arbeit in den Depots. Der Landesmuseumsverband betont, dass Museen neue Wege finden müssen, um Ehrenamtliche zu gewinnen und zu binden. Dazu gehören flexible Einsatzmöglichkeiten und eine wertschätzende Kultur.
Landesweit gibt es 164 öffentlich zugängliche Museen in kommunaler, kirchlicher oder privater Trägerschaft. Auch Vereine unterhalten Museen. Der Museumstag zeigte einmal mehr, wie vielfältig die Museumslandschaft in Sachsen-Anhalt ist und wie sehr sie auf das Ehrenamt angewiesen ist.



