Picknick im Stadtgrün: Lindenpark wird zum Treffpunkt am 5. Juni
Picknick im Stadtgrün: Lindenpark wird Treffpunkt

Wenn Picknickdecken auf den Wiesen ausgebreitet werden, Kinder lachend über die Wege laufen und Gespräche zwischen alten Bäumen entstehen, dann ist es wieder Zeit für das „Picknick im Stadtgrün“. Das Event wird am Freitag, 5. Juni, bereits zum 8. Mal veranstaltet. Zwischen 14 und 18 Uhr verwandelt sich der Lindenpark in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt in einen lebendigen Treffpunkt für Erholung, Austausch und gemeinsames Beisammensein.

Grüner Treffpunkt mitten in der Stadt

„Der Lindenpark ist ein wahres Juwel – ein Ort, an dem Geschichte, Natur und das tägliche Leben zusammenfinden. Das Picknick im Stadtgrün schafft einen Moment, um in guter Gesellschaft die Natur und das Leben zu genießen“, kündigt Dr. Ute Fischer-Gäde (Grüne), Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, die Veranstaltung an. Organisiert wird das Picknick vom Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen. Amtsleiterin Renate Behrmann betont: „Wir schaffen einen Rahmen, in dem der Lindenpark auf entspannte Weise erlebt werden kann – als grüner Treffpunkt mitten in der Stadt, der Geschichte und Gegenwart miteinander verbindet.“

Der „Alte Friedhof“ wurde damals als erster städtischer Friedhof außerhalb der Stadtmauer eröffnet. 1980 erfolgte die Umwidmung und Gestaltung zum Stadtpark. (Foto: Hans-Heinrich Schimler)

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Wer beim Picknick im Stadtgrün selbst kein Körbchen packen möchte, kann auf die Verpflegung vor Ort zurückgreifen. Auf die Besucher warten außerdem zahlreiche Überraschungen, eine Führung zum Thema Bäume und das „Friedhofsgeflüster der Schwarzen Witwe“. Auch an die Hundehalter ist gedacht: Diese erhalten praktische Tipps zum Ausführen ihrer Hunde in Parkanlagen. Die Anreise zum Picknick im Stadtgrün kann zu Fuß, per Fahrrad und ÖPNV erfolgen.

Der Lindenpark: Geschichte und Natur

Der Lindenpark gehört mit über 15 Hektar zu den bedeutendsten Grünflächen der Stadt. Seine Geschichte beginnt 1831. Der „Alte Friedhof“ wurde damals als erster städtischer Friedhof außerhalb der Stadtmauer eröffnet. Über Jahrzehnte wurde das Areal mehrfach erweitert. Bis in das Jahr 1959 fanden hier Bestattungen statt. 1980 erfolgte dann die Umwidmung und Gestaltung zum Stadtpark. Aufgrund des Lindenbestandes erhielt der Park den Namen Lindenpark.

Lebendiger Naturraum und Erholungsgebiet

Neben seiner historischen Bedeutung ist der Lindenpark auch ein lebendiger Naturraum. „Wir zählen hier etwa 2000 Bäume, darunter 215 höhlenbesitzende Bäume, die Lebensraum für zahlreiche Singvögel wie Amseln, Buchfinken und Ringeltauben sind. Auch Fledermäuse finden hier Nahrung und Schutz. Vier besonders herausragende Bäume stehen auf der Liste der Rostocker Naturdenkmale“, so Renate Behrmann.

Der Park ist ein Ort der vielfältigen Nutzung: Auf den Wiesen wird gespielt, auf den Sportanlagen Basketball oder Calisthenics trainiert, auf zwei Spielplätzen können Kinder toben, und der Bolzplatz bietet Raum für sportliche Aktivitäten. Im südwestlichen Parkteil liegt der Jüdische Friedhof mit 178 Grabsteinen. Außerdem gibt es ein Lapidarium, das 40 bedeutende historische Grabsteine zeigt.

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