Der edle Salon Moët & Chandon am St.-Anna-Platz in München muss seine Türen für immer schließen. Während viele Stammgäste trauern, zeigt sich ein prominenter Besucher besonders interessiert an der Inneneinrichtung: Ralph Siegel. Der bekannte Hit-Produzent kaufte kürzlich fast die gesamte Bar leer, wie die AZ exklusiv erfuhr.
Warum Ralph Siegel die Bar kaufte
Der 80-jährige Komponist, der für unzählige Schlager und den ESC-Sieg mit „Ein Lied kann eine Brücke sein“ bekannt ist, hegt eine besondere Verbindung zu dem Lokal. „Ich habe hier viele schöne Abende verbracht und wollte ein Stück Erinnerung bewahren“, verriet Siegel der AZ. Er erwarb nicht nur einzelne Dekorationsstücke, sondern nahezu das gesamte Interieur der Bar – von den edlen Polstermöbeln bis hin zu den Kristallgläsern.
Hintergrund der Schließung
Der Salon Moët & Chandon, der für seine exklusive Champagnerauswahl und das elegante Ambiente bekannt war, musste aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten schließen. Betreiber Alexander Lutz, der auch das Gandl führt, bedauert die Entwicklung. „Die Mietkosten und die veränderten Konsumgewohnheiten haben uns keine andere Wahl gelassen“, erklärte Lutz. Die Nachfrage nach Luxuslokalen sei in der Innenstadt rückläufig.
Ralph Siegel plant, die erworbenen Einrichtungsgegenstände in seinem Privathaus zu integrieren. „Ein Teil wird in meinem Musikzimmer einen Ehrenplatz bekommen“, so Siegel. Die Bar selbst wird er nicht nachbauen, aber einzelne Elemente wie die Theke und die Beleuchtung sollen in seinem Heim eine neue Heimat finden.
Die Schließung des Salons ist ein weiterer Verlust für die Münchner Gastronomieszene. Stammgäste und Prominente wie Siegel trauern um einen Ort, der für viele unvergessliche Momente stand. Siegel selbst zeigte sich wehmütig: „Es ist schade, dass so ein besonderer Ort verschwindet. Ich bin froh, dass ich mir ein Andenken sichern konnte.“



