Parchimer Azubis pflegen sowjetischen Ehrenfriedhof zum 81. Jahrestag
Azubis pflegen Kriegsgräber in Parchim

Zeichen gegen das Vergessen: Parchimer Auszubildende pflegen Kriegsgräber

In den vergangenen Wochen haben die Verstorbenen auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Parchim aktiven Besuch erhalten: Auszubildende des Regionalen Bildungszentrums (RBZ) pflegten die Gräber. Die Aktion fand anlässlich des 81. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa statt und setzte ein starkes Zeichen der Erinnerungskultur.

Die Auszubildenden reinigten und pflegten in wochenlanger Arbeit die Grabsteine auf dem Ehrenfriedhof für gefallene Sowjetsoldaten. Nach Absprache mit der Friedhofsverwaltung säuberten die Jugendlichen die Gedenksteine mit Bürsten und Wasser. Ziel war es, die Inschriften wieder lesbar zu machen und die Würde der Ruhestätte zu bewahren. Die Arbeiten fanden außerhalb des regulären Unterrichts statt und zeugen von einem besonderen Engagement der jungen Menschen.

Grabpflege als Ausdruck des Respekts

„Wenn man die Inschriften säubert, wird die Bedeutung der Vergangenheit viel bewusster“, erklärte Lilly Kossian, Auszubildende bei der Stadt Parchim. Sie betonte, dass es ein kleiner, aber wichtiger Beitrag sei. Der 8. Mai bleibt in Parchim ein zentraler Tag der Erinnerungskultur. Die Stadt legt großen Wert darauf, dieses Bewusstsein an die jüngere Generation weiterzugeben. Die Pflege der Kriegsgräber wird als aktiver Ausdruck von Respekt und Mahnung verstanden.

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Der Sowjetische Ehrenfriedhof wurde nach Kriegsende 1945 angelegt. Im Jahr 1949 wurde dort ein Denkmal in Form eines Obelisken aufgestellt. Insgesamt wurden 196 verstorbene Zivilpersonen und Militärangehörige der damaligen Sowjetunion hier beigesetzt, von denen lediglich 80 namentlich bekannt sind. Die Aktion der Auszubildenden trägt dazu bei, das Gedenken an diese Menschen wachzuhalten und die historische Bedeutung des Ortes zu bewahren.

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