Kulturministerin Klepsch: Dresden-Gedenken als Auftrag für Gegenwart und Zukunft
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) hat das Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg als bedeutenden Auftrag an künftige Generationen hervorgehoben. „Der 13. Februar ist ein wichtiger Anlass, der Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken und zugleich den Blick auf die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu richten“, erklärte die Ministerin am Vortag des Dresden-Gedenkens. Sie betonte, dass Dresden beispielhaft für eine Stadt stehe, deren Geschichte von tiefen Brüchen, aber auch von Wiederaufbau, kultureller Kraft und Zusammenhalt geprägt sei.
Menschenkette als Symbol für Demokratie und Frieden
Mit der traditionellen Menschenkette und den zahlreichen Gedenkveranstaltungen werde ein starkes Symbol für Demokratie, Frieden und gesellschaftliches Miteinander gesendet. Jedes Jahr bilden Bürger der Stadt an diesem Tag eine Menschenkette, um damit für Versöhnung zu werben und zugleich ein deutliches Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Zerstörung zu setzen. Die Stadt Dresden will sich in diesem Jahr erneut entschlossen gegen eine politische Vereinnahmung durch rechte Gruppierungen zur Wehr setzen, die versuchen, die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg zu relativieren.
Historischer Hintergrund und aktuelle Herausforderungen
Am Freitag begeht die sächsische Landeshauptstadt den 81. Jahrestag ihrer Bombardierung. Am 13. Februar und in den Tagen darauf war Dresden bei Luftangriffen britischer und US-amerikanischer Bomber schwer zerstört worden. Nach Untersuchungen einer Historikerkommission kamen dabei bis zu 25.000 Menschen ums Leben. Rechtsextremisten sehen darin oft ein Kriegsverbrechen und nutzen das Gedenken für ihre politischen Zwecke. Klepsch betonte jedoch, dass das Gedenken nicht nur der Vergangenheit, sondern vor allem der Gestaltung einer friedlichen Zukunft dienen solle.
Die Kulturministerin unterstrich, dass die Menschenkette und die vielfältigen Veranstaltungen ein klares Bekenntnis zu demokratischen Werten und zur gesellschaftlichen Einheit darstellen. In diesem Jahr werden erneut Tausende Menschen erwartet, die gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Zerstörung setzen wollen. Die Stadt Dresden zeigt damit eindrucksvoll, wie aus historischer Tragik eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung und des Zusammenhalts erwachsen kann.



