Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine feste Größe im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Gastgeber Horst Lichter (64) präsentiert regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gab es wieder viele denkwürdige Fundstücke mit spannenden Geschichten. Wir stellen Ihnen das Highlight der Folge vom 5. Mai 2026 vor und zeigen, welche weiteren Raritäten versteigert wurden.
Das Highlight der Folge: Tremoloharmonika
Maren Pohl (36) aus Gladbeck brachte ein ganz besonderes Erbstück mit: eine originale Tremoloharmonika, bestehend aus sechs einzelnen Mundharmonikas, die kreisförmig angeordnet und in verschiedenen Tonlagen gestimmt sind. Das Instrument stammt aus der Familie und wurde von ihrem Vater geerbt.
Experte Detlev Kümmel (58) identifizierte die Tremoloharmonika als professionelles Musikinstrument von Hohner, gefertigt zwischen den späten 1920er und frühen 1930er Jahren. Das Gehäuse besteht aus Birnbaumholz, handverziert mit Goldornamenten und silbernen Stimmungsteilen. Die original erhaltene Transportkiste unterstreicht die Seltenheit und den guten Zustand des über 90 Jahre alten Stücks.
Im Händlerraum entbrannte ein reges Bietergefecht. Die Gebote stiegen von 60 Euro schnell auf 150 Euro. Am Ende sicherte sich Wolfgang Pauritsch (54) den Zuschlag für 150 Euro – über der Schätzung von 100 bis 120 Euro. Maren war sehr zufrieden und freute sich über den Mehrerlös sowie den herzlichen Empfang der Händler.
Weitere Raritäten vom 5. Mai 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten und die Einschätzungen der Experten:
- Zwei traditionelle chinesische Handwärmer „Glück“ (Bronze, 1920–1940): Sonja aus Lübeck fand diese Glückssymbole auf einem Flohmarkt auf der dänischen Insel Fanø. Die Handwärmer aus Bronze mit Patina zeigen goldene Motive und chinesische Schriftzeichen für Glück. Schätzung: 180 bis 200 Euro.
- Silberne Schmuckdose aus Hanau (historisierende Dose, ca. 1880–1910): Marcus aus Duisburg erbat 750 Euro für die Dose, die ursprünglich als barock eingestuft wurde, sich aber als Rokoko-Revival mit Pseudo-Marken herausstellte. Schätzung: 500 bis 600 Euro.
- Ölgemälde „Jagdhund mit Beute“ von Anton Weinberger (1890er Jahre): Chris und Harald aus Paderborn brachten das Jagdbild ihres Großvaters mit. Es zeigt einen ruhenden Jagdhund vor einer süddeutschen Landschaft (vermutlich Murnauer Moor). Schätzung: 400 bis 500 Euro.
- Fabergé-Schmuckset (Ring und Creolen, 1996, Victor Mayer, limitiert): Elke und Frank aus Alt-Walsum (Duisburg) präsentierten Schmuckstücke ihrer verstorbenen Mutter. Das Set wurde in einer limitierten Auflage von 300 Stück von Victor Mayer gefertigt, Lizenznehmer des Fabergé-Namens zwischen 1989 und 2009. Schätzung: 2200 bis 2800 Euro.
- Jugendstilvase mit Glasdekor „Frauenhaarfarn“ (Fälschung von Gallé): Jürgen aus München hatte eine Jugendstilvase dabei, die er von seiner Frau geerbt hatte. Expertin Friederike Werner erkannte das Stück als gut gemachte Nachahmung, nicht als echtes Émile Gallé-Original.
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gingen, erfuhren die Zuschauer in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ um 15:05 Uhr im ZDF.



