Ausstellung 'Vom Licht der Uckermark' in Templin: Sechs Künstler zeigen ihre Sicht auf die Region
Ausstellung 'Vom Licht der Uckermark' in Templin: Sechs Künstler

Ausstellung 'Vom Licht der Uckermark' in Templin: Sechs Künstler zeigen ihre Sicht auf die Region

In der Galerie im Neuen Rathaus in Templin können Besucher das besondere Licht der Uckermark neu entdecken. Die aktuelle Ausstellung präsentiert Werke von sechs Mitgliedern einer Malgruppe, die von dem bekannten Künstler Frank Suplie betreut wird. Fünf Frauen und ein Mann zeigen farbintensive Bilder, die Landschaften, Stillleben und Interieurs der Region in ganz unterschiedlichen künstlerischen Handschriften darstellen.

Vielseitige künstlerische Ausdrucksformen

Die Künstler Liane Harndt, Silke Schmidt, Anke Schwerecke, Vera Schönfeld, Tamara Seidler und Dietrich Schmidt haben gemeinsam eine Ausstellung geschaffen, die die charakteristische Weitläufigkeit und das unverwechselbare Licht der Uckermark einfängt. Matthias Schilling vom Kunstverein Templin, der die Galerie betreibt, betonte bei der Vernissage die Bedeutung solcher Gemeinschaftsausstellungen: „Es ist die 201. Ausstellung, die wir hier heute eröffnen. 15 davon haben Malgruppen und -kreise gestaltet. Das ist ein wichtiger Teil unserer Galerietätigkeit.“

Die Vernissage lockte zahlreiche Besucher an, was nach Aussage von Schilling sowohl an der Qualität der Künstler als auch am regen Interesse der Templiner Bevölkerung an künstlerischen Aktivitäten liegt. Die ausstellenden Künstler stammen aus Templin, der Umgebung und Berlin und treffen sich seit Jahren regelmäßig, um ihre Arbeit in Kursen bei Frank Suplie zu vertiefen.

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Kunst als Medizin für die Seele

Dr. Ruth Mähl, CDU-Stadtverordnete in Templin und Medizinerin, würdigte bei der Eröffnung die therapeutische Wirkung der Kunst: „Kunst relativiert Stress und erzeugt Wohlgefühl. Sie ist eine gute Medizin. Genießen wir sie.“ Sie lobte insbesondere die Fähigkeit der Künstler, die charakteristischen Landschaftselemente der Uckermark künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Frank Suplie, der zu den „Norddeutschen Realisten“ zählt und sowohl in Berlin als auch in der Uckermark lebt und arbeitet, erinnerte sich an die bescheidenen Anfänge der Gruppe: „Ich habe verhalten reagiert, als ich in Groß Dölln die ersten Anfragen nach Malkursen aus dieser Gruppe erhielt. Und jetzt seid Ihr jedes Jahr zuverlässig wieder da.“

Traditionelle Maltechniken und künstlerische Entwicklung

Ein besonderes Merkmal der ausgestellten Werke ist die Verwendung von Ei-Tempera, einer der ältesten und haltbarsten Maltechniken, die Frank Suplie bevorzugt und auch seinen Schülern vermittelt hat. Bei dieser Technik wird die Ei-Emulsion selbst hergestellt und Pigmente sorgfältig verrieben. Suplie begründet seine Entscheidung, diese traditionelle Methode zu lehren, mit dem Grundsatz: „Weil man nur das weitergibt, was man richtig gut kann.“

Dietrich Schmidt, Autodidakt und Mitglied der Gruppe, teilte eine besondere Lektion aus den Malkursen: „Wenn du nicht mehr weiterweißt, beginne mit dem Schwierigsten.“ Dieser Merksatz von Frank Suplie hat den Künstlern in Phasen der Ratlosigkeit geholfen und ihren künstlerischen Prozess geprägt.

Die musikalische Untermalung der Vernissage übernahm Anna Steinkogler mit ihrer Harfe, was der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre verlieh. Die Ausstellung „Vom Licht der Uckermark“ ist noch bis zum 25. März in der Galerie im Neuen Rathaus in der Prenzlauer Allee 7 in Templin zu sehen und bietet Kunstinteressierten die Möglichkeit, die vielfältigen künstlerischen Interpretationen der regionalen Landschaft zu erleben.

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