Bares für Rares: Traumpreis platzt - Verkäufer ziehen bei Acrylresin-Skulptur die Reißleine
Bares für Rares: Traumpreis platzt - Verkäufer ziehen Reißleine

Bares für Rares: Traumpreis platzt bei Acrylresin-Skulptur - Verkäufer ziehen die Reißleine

Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares mit Moderator Horst Lichter (64) bot am Montag, dem 23. Februar 2026, wieder skurrile und faszinierende Raritäten. Doch ein Highlight der Folge endete für die Verkäufer mit einer herben Enttäuschung.

Das Highlight: Eine Acrylresin-Skulptur mit bewegter Geschichte

Grace und Kalle Bräse aus Bad Kreuznach präsentierten eine limitierte Acrylresin-Skulptur mit dem Titel Counterpoint des renommierten amerikanischen Künstlers Frederick Hart. Das Paar hatte das Werk mit der Nummer 300 von 350 bereits 1997 direkt vom Künstler für 6.000 US-Dollar erworben. Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz (52) erklärte die Faszination des Stücks, das durch seine an Eis oder Kristall erinnernde Optik und die Darstellung zweier idealtypischer, sinnlicher weiblicher Figuren beeindruckt.

Die innovative Acrylresin-Technik, für die Hart sogar ein Patent besaß, lässt die Skulptur durch das Lichtspiel besonders dreidimensional wirken. Frederick Hart, unter anderem bekannt für das Vietnam Memorial in Washington D.C., gilt als bedeutender Künstler.

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Der Preis-Schock: Expertenschätzung enttäuscht die Erwartungen

Doch dann folgte der Schock für Grace und Kalle: Sie hatten einen Verkaufspreis von 18.000 Euro im Kopf, da sie annahmen, der Wert sei nach dem Tod des Künstlers 1999 stark gestiegen. Colmar Schulte-Goltz musste diese Erwartungen jedoch dämpfen. Er erklärte, dass solche Preisspitzen nur kurz nach dem Ableben eines Künstlers zu beobachten seien und auf dem europäischen Markt kaum zu erzielen wären.

Der Experte taxierte das Kunstwerk, das ohne beleuchteten Sockel präsentiert wurde, lediglich auf 2.200 bis 2.500 Euro. Von dieser drastisch niedrigeren Schätzung enttäuscht, entschieden sich Grace und Kalle gegen einen Verkauf im Händlerraum. Sie wollen die Skulptur lieber wieder mit nach Hause nehmen, um sie entweder ihren Kindern zu vererben oder eines Tages doch noch auf dem amerikanischen Markt zu einem höheren Preis anzubieten.

Weitere Raritäten in der Sendung vom 23. Februar 2026

Neben der Acrylresin-Skulptur wurden in der heutigen Folge weitere interessante Objekte vorgestellt:

  • Laufrad einer Achterbahn: Carina Fischer aus Wesel brachte ein Laufrad von der ehemaligen Achterbahn Cop Car Chase (früher Lethal Weapon Pursuit) mit, das 2006 geschlossen wurde. Expertenschätzung: 100 bis 150 Euro.
  • Trachtenschmuck aus Zeeland: Netty Roelen aus Helmond in den Niederlanden präsentierte einen goldenen Ring (14 Karat) aus der Zeit um 1900 und zwei goldene Hutglocken aus den 1950er/60er Jahren. Expertenschätzung: 1.000 bis 1.200 Euro.
  • Reiseapotheke: Bärbel Eifler entdeckte bei einer Haushaltsauflösung ein mahagoni-furniertes Holzkästchen mit Eichenkern aus der Zeit um 1900. Expertenschätzung: 350 bis 400 Euro.
  • Fischbesteck: Michael Gey aus Rheinhausen möchte ein Jugendstil-Fischbesteck für sechs Personen aus 800er Silber verkaufen, das nach 1917 von Mansfeld Silber in Düsseldorf gefertigt wurde. Expertenschätzung: 450 bis 500 Euro.
  • Hedo Holz-Feuerwehrauto: Wolfgang und Bärbel Minten aus Krefeld brachten ein Hedo Holz-Feuerwehrauto aus Buche mit funktionsfähiger Leiter mit, das zwischen Mitte der 1950er und Anfang der 1960er Jahre gefertigt wurde. Expertenschätzung: 150 bis 200 Euro.

Ob und für wie viel Geld diese Stücke über den Händlertresen gingen, konnten die Zuschauer in der Sendung um 15:05 Uhr im ZDF verfolgen. Die Sendung Bares für Rares bleibt damit eine Institution, die nicht nur von erfolgreichen Verkäufen, sondern auch von emotionalen Momenten der Enttäuschung geprägt ist.

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