Maximilian Brückner startet als neuer Kommissar in Kultserie 'Kommissar Rex'
Für Maximilian Brückner (47) war Kommissar Rex einst der Held seiner Kindheit. Jetzt übernimmt der Schauspieler selbst die Hauptrolle in der Neuauflage der legendären Krimiserie. Am Montagabend startete die Wiederbelebung der Kultserie auf Sat.1 um 20:15 Uhr. Doch der Auftakt gestaltete sich zunächst schwierig, denn der vierbeinige Co-Star, Schäferhund Capo (2), konnte den neuen Kommissar anfangs gar nicht riechen.
Schafgeruch als Hindernis für tierische Freundschaft
„Es war ein bisschen peinlich“, gesteht Brückner im Gespräch. „Er mochte jeden am Set, nur mich nicht. Er wollte nicht mal aufs Foto mit mir.“ Der Grund für Capos anfängliche Abneigung lag in Brückners privaten Aktivitäten. Der Schauspieler besitzt einen Bauernhof bei München und hatte vor Drehbeginn intensiven Kontakt mit seinen Schafen. Der Geruch der Tiere schien die sensible Hundenase des Schäferhundes zu stören.
Brückner vermutet: „Wahrscheinlich hielt er mich für einen Schafbock, das war das Problem.“ Nach dieser Anfangskrise entwickelte sich jedoch eine innige Beziehung zwischen Mensch und Tier. Mittlerweile begrüßt Capo den Schauspieler so enthusiastisch, dass er ihn regelmäßig nass schleckt, wenn sie sich treffen.
Der Hund bleibt der unangefochtene Star der Serie
Für Brückner steht außer Frage, wer der eigentliche Star von „Kommissar Rex“ ist. „Das ist okay und das passt auch so“, erklärt er gelassen. „Es heißt ,Kommissar Rex‘ und nicht ,Kommissar Steiner‘.“ Diese Prioritätensetzung teilt auch seine Familie. Seine drei Kinder im Alter zwischen drei und neun Jahren haben bereits die ersten Folgen gesehen und sind begeistert – allerdings ausschließlich von Rex.
Privat hält Brückner auf seinem Bauernhof zwar verschiedene Tiere wie Enten, Ziegen, Hühner und Gänse, aber bewusst keinen Hund. „Dafür bräuchte ich viel Zeit und die habe ich leider nicht“, begründet der vielbeschäftigte Schauspieler diese Entscheidung.
Traumrolle nach zwanzig Jahren Reifezeit
Die erste Staffel mit Tobias Moretti (66) aus dem Jahr 1994 bleibt für Brückner ein absolutes TV-Highlight seiner Jugend. „Tobias und Rex waren meine ersten Superhelden“, erinnert er sich. „Für mich ist es jetzt auch eine Traumrolle. Vor zwanzig Jahren wäre das noch nichts für mich gewesen, aber jetzt macht es mir total Spaß.“
Moretti hatte die Serie 1994 mit seiner Darstellung zum Quoten-Hit gemacht und in 45 Folgen die Hauptrolle gespielt. Nun tritt Brückner in diese Fußstapfen und bringt seine eigene Interpretation des Kommissars auf den Bildschirm.
Herausfordernde Zusammenarbeit mit tierischem Partner
Die Arbeit mit dem Schäferhund Capo vor der Kamera stellt besondere Anforderungen an den Schauspieler. Brückner erklärt: „Es sind ja eigentlich zwei Rollen, denn ich muss Capos Rolle mitspielen. Was er denkt, was er sagen möchte. Denn ich bin derjenige, der es reflektieren muss.“
Die Tiertrainer von der „Filmtierranch“ haben nach Brückners Aussage hervorragende Arbeit geleistet, doch bleibt die Zusammenarbeit mit Tieren immer unberechenbar. „Man weiß aber nie, was passiert. Von A nach B gehen, heißt nicht, dass er den direkten Weg nimmt. Da muss man spontan sein.“
Der Schauspieler resümiert: „Die Arbeit mit Kindern und Tieren ist am schwierigsten – aber auch mit am schönsten.“ Diese besondere Dynamik zwischen Mensch und Tier wird zweifellos einen wesentlichen Teil des Charmes der neuen „Kommissar Rex“-Folgen ausmachen.



