Euphoria Staffel 3: Die Kultserie über Sex, Drogen und Gewalt kehrt zurück
Nach vier langen Jahren des Wartens ist es endlich soweit: Die dritte Staffel der kontroversen Teenie-Drama-Serie Euphoria startet heute bei den Streamingdiensten HBO Max und Sky/Wow. Die Serie, die Schauspieler wie Zendaya, Jacob Elordi und Sydney Sweeney zu internationalen Stars machte, sorgt mit ihrer expliziten Darstellung von Sex, Drogenkonsum, Gewalt und nackter Haut weiterhin für Aufsehen und Diskussionen.
Vier Jahre Wartezeit und ein Zeitsprung
Seit der zweiten Staffel im Jahr 2022 sind vier Jahre vergangen – eine lange Zeit für Fans der Serie. In dieser Zeit ist viel passiert: Die beiden Darsteller Eric Dane und Angus Cloud verstarben tragischerweise. Nun startet die dritte Staffel mit einem inhaltlichen Zeitsprung von fünf Jahren. Die ehemaligen High-School-Schüler Rue (Zendaya), Cassie (Sydney Sweeney), Nate (Jacob Elordi), Jules (Hunter Schafer) und ihre Freunde schlagen sich nun als junge Erwachsene durch das Leben.
Handlung der neuen Staffel
Die dritte Staffel von Euphoria verspricht neue dramatische Entwicklungen:
- Rue gerät erneut in Konflikte mit Kriminellen und schuldet ihrer alten Drogendealerin eine beträchtliche Geldsumme
- Cassie und Nate sind überraschend verlobt und planen ihre Hochzeit
- Cassie versucht, durch erotische Aufnahmen im Internet berühmt zu werden
- Die Figuren müssen sich mit den Herausforderungen des Erwachsenwerdens auseinandersetzen
Besetzung: Rückkehrer und Neuzugänge
Neben den Hauptdarstellern Zendaya, Jacob Elordi und Sydney Sweeney kehren zahlreiche bekannte Gesichter zurück:
- Hunter Schafer als Jules
- Colman Domingo in seiner Rolle
- Alexa Demie als Maddy
- Maude Apatow als Lexi
Tragischerweise sind auch die verstorbenen Schauspieler Eric Dane (als Nates Vater Cal) und Angus Cloud (als Drogendealer Fezco) in ihren letzten Rollen zu sehen. Als prominente Neuzugänge konnten Hollywoodstar Sharon Stone und die spanische Sängerin Rosalía gewonnen werden.
Was macht Euphoria so besonders?
Die Serie polarisiert seit ihrer ersten Staffel im Jahr 2019. Der Guardian bezeichnete sie nach dem Finale der zweiten Staffel als die meist geliebte und zugleich meist gehasste Serie im Fernsehen. Ihre Besonderheiten:
- Gewagter Stil: Extravagante Mode und visuell beeindruckende Szenen
- Atmosphärischer Soundtrack: Die Musik von Labrinth schafft eine einzigartige Stimmung
- Explizite Darstellung: Ungewöhnlich freizügiger Umgang mit Themen wie Drogensucht und Sexualität
- Online-Phänomen: Viele Szenen eignen sich perfekt für Memes und Social-Media-Diskussionen
Kritiker bemängeln jedoch, dass die Serie durch ihre provokante Inszenierung manchmal inhaltlich an Tiefe verliere und die Figuren zu stark sexualisiere. Der Vorwurf des male gaze – der Erzählung aus einer männlichen Perspektive – wird regelmäßig erhoben.
Gründe für die lange Produktionszeit
Serienschöpfer Sam Levinson nannte bei der Premiere in Los Angeles mehrere Gründe für die vierjährige Pause:
- Der monatelange Streik von Drehbuchautoren und Schauspielern in den USA im Jahr 2023
- Die vollen Terminkalender der mittlerweile zu Stars avancierten Hauptdarsteller
- Die Trauer um die verstorbenen Kollegen Angus Cloud und Produzent Kevin Turen
Levinson erklärte gegenüber der New York Times: Der Verlust von Angus Cloud brachte mich dazu, innezuhalten und nachzudenken: Welche Geschichte möchte ich wirklich erzählen? Was ist im Leben wirklich wichtig? Diese Selbstreflexion habe schließlich zur Konkretisierung der dritten Staffel geführt.
Ausstrahlung und Erwartungen
Ab dem 13. April erscheint wöchentlich eine neue Episode der dritten Staffel. Wer alle acht Folgen am Stück sehen möchte, muss sich bis zum 1. Juni gedulden, wenn die letzte Episode ausgestrahlt wird. Euphoria gehört zu den erfolgreichsten Serien von HBO und hat die Popkultur nachhaltig beeinflusst. Die Frage, ob die dritte Staffel an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.



