Ausstellung in Waren: Fundstücke vom Straßenrand werden zu poetischer Kunst
Im Warener Haus des Gastes erwartet Besucher ab Freitag, dem 27. März, eine besondere Kunstausstellung. Unter dem Titel „Das Universum ist ein Schelm“ präsentiert die Künstlerin Esther Wüstenberg ihre Werke, die aus Materialien entstehen, die andere Menschen übersehen oder wegwerfen. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr und wird musikalisch vom Emil Freude Swing Duo begleitet. Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichen Event ist frei, wie die Kur- und Tourismus GmbH mitteilt.
Künstlerin mit handwerklicher Präzision und geistiger Tiefe
Esther Wüstenberg, eine gebürtige Müritzstädterin, die heute in der Mecklenburgischen Schweiz zwischen Teterow und Güstrow lebt, verbindet in ihrer Arbeit geistige Tiefe mit handwerklicher Präzision. Ausgebildet in Restaurierung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, greift sie bewusst auf historische Maltechniken zurück. Für ihre kleinen und großen Tafelbilder nutzt sie Pigmente, Leime und Bindemittel, die seit Jahrhunderten Geschichten erzählen und eine besondere Authentizität verleihen.
Fundstücke als poetische Bildträger
Besonders charakteristisch für Wüstenbergs Kunst ist ihre Wahl des Malgrundes. Sie sammelt aktiv, was andere übersehen oder entsorgen:
- Tapetenreste, die von vergangenen Wohnungen erzählen
- Ausrangierte Möbelstücke mit Spuren der Nutzung
- Holzrahmen, die bereits eine Geschichte in sich tragen
- Textilien mit sichtbaren Zeichen gelebter Zeit
Diese Fundstücke vom Straßenrand oder Sperrmüll verwandelt sie in poetische Bildträger, die nicht nur ästhetisch ansprechen, sondern auch die Vergänglichkeit und den Wert des scheinbar Wertlosen thematisieren. Sabine Handy von der Kur- und Tourismus GmbH betont, dass diese Materialien mit ihren sichtbaren Gebrauchsspuren zu Trägern von Erinnerungen und Emotionen werden.
Ein besonderer Abend für Kunstinteressierte
Die Ausstellungseröffnung verspricht ein spezielles Erlebnis für alle Kunstliebhaber und Neugierigen. Besucher sollten ganz genau hinschauen, um die Details und Geschichten in den Werken zu entdecken. Die Kombination aus historischen Techniken und zeitgenössischen Fundstücken schafft eine einzigartige künstlerische Sprache, die zum Nachdenken anregt. Diese Veranstaltung unterstreicht das vielfältige Kulturangebot in der Region und lädt dazu ein, die Schönheit im Unscheinbaren zu erkennen.



