Scarlett Johansson blickt auf schwierige Anfänge in Hollywood zurück
Die international bekannte Schauspielerin Scarlett Johansson hat in einem aktuellen Interview deutliche Kritik am Umgang mit Frauen in der Filmindustrie zu Beginn des 21. Jahrhunderts geäußert. Die 41-Jährige beschrieb die Zeit Anfang der Nullerjahre als besonders herausfordernd für junge Schauspielerinnen.
Frauen wurden auf ihr Aussehen reduziert
Im Gespräch mit dem US-amerikanischen Sender CBS erklärte Johansson: »Frauen wurden für ihr Aussehen zerpflückt, und das war zu der Zeit sozial akzeptiert.« Sie bezeichnete diese Phase als »sehr tough« und betonte, dass damals übermäßig viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild von Frauen gelegt wurde.
Die Oscar-nominierte Darstellerin erinnerte sich daran, wie begrenzt die Rollenangebote für Frauen in ihrem Alter zu dieser Zeit waren. »Man wurde wirklich in eine Schublade gesteckt und bekam immer dieselben Rollen angeboten«, so Johansson. »Es war immer die andere Frau, die Geliebte oder die Sexbombe.«
New Yorker Theaterszene als Rettungsanker
Johansson gelang der internationale Durchbruch in den frühen 2000er Jahren mit preisgekrönten Filmen wie »Lost in Translation«, »Mädchen mit den Perlenohrringen« und »Reine Chefsache«. Trotz dieses Erfolgs fand sie die damaligen Arbeitsbedingungen für Frauen problematisch.
Ihre Rettung fand die Schauspielerin in der New Yorker Theaterszene, die ihr ermöglichte, Abstand zu den Hollywood-Strukturen zu gewinnen. Der Abstand zu Hollywood half ihr, mit dem Druck umzugehen und sich nicht den Erwartungen der Branche zu beugen. Sie lernte, auf die richtigen Rollen zu warten, anstatt sich dem Zwang zu unterwerfen, durchgehend arbeiten zu müssen.
Von Superheldin zu Horror-Remake
Heute gehört Scarlett Johansson längst zu den etablierten Stars Hollywoods. Als »Black Widow« ist sie fester Bestandteil des Marvel-Universums und kämpfte zuletzt in »Jurassic World: Die Wiedergeburt« aus dem Jahr 2025 gegen prähistorische Dinosaurier.
Ihre nächste Herausforderung wird eine Hauptrolle in Mike Flanagans Neuverfilmung des Horror-Klassikers »Der Exorzist« sein. Johansson lobte in diesem Zusammenhang die positive Entwicklung des Frauenbildes in der zeitgenössischen Filmindustrie, die heute deutlich vielfältigere Rollen für Schauspielerinnen bereithält als noch vor zwei Jahrzehnten.



