Venedig: Jury der Kunstbiennale tritt geschlossen zurück
Kunstbiennale-Jury in Venedig tritt zurück

Die Kunstbiennale von Venedig, eine der weltweit bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, steht erneut im Zentrum einer Kontroverse. Nur wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung in der italienischen Lagunenstadt hat die internationale Jury ihren geschlossenen Rücktritt erklärt.

Streit um Russland-Beteiligung

Seit Monaten gibt es Auseinandersetzungen über die Teilnahme Russlands an der Biennale, trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine. In der vergangenen Woche geriet die Jury zusätzlich unter Druck, nachdem sie Russland und Israel von der Vergabe der Biennale-Preise ausgeschlossen hatte. Diese Entscheidung stieß auf heftige Kritik.

Gemeinsame Erklärung der Jury-Mitglieder

Die fünf Mitglieder der Jury veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung zum Rücktritt. Unterzeichnet ist sie von der Präsidentin Oliveira Farks, einer Kunsthistorikerin aus Brasilien, sowie von Zoe Butt, Elvira Dyangani Ose, Marta Kuzma und Giovanna Zapperi. Eine nähere Begründung für den Schritt wurde zunächst nicht genannt.

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Die sechsmonatige Ausstellung soll offiziell am Samstag der nächsten Woche eröffnet werden. Bereits vorher sind die von Künstlern aus verschiedenen Nationen gestalteten Pavillons für die Fachwelt zugänglich. Die Zukunft der Biennale bleibt angesichts des Rücktritts ungewiss.

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