Marianne Sägebrecht: Keine Angst vor dem 'Heimgehen' und voller Pläne für Frühling
Marianne Sägebrecht: Keine Angst vor dem 'Heimgehen'

Marianne Sägebrecht: Ein Leben voller Tatendrang und spiritueller Gelassenheit

Seit vielen Jahrzehnten begeistert Marianne Sägebrecht das Publikum auf Bühnen und Leinwänden. Die 80-jährige Schauspielerin, bekannt durch Filme wie "Zuckerbaby" und "Out of Rosenheim", verrät im Gespräch, was ihr der Frühling bedeutet und welche ambitionierten Projekte sie aktuell verfolgt.

Frühlingsgefühle und neue kreative Energie

Der Frühling bedeutet für Marianne Sägebrecht einen spürbaren Neubeginn: "In meinem Garten hatte ich jetzt schon violette Krokusse – wenn sie rauskommen, weiß ich: Wir haben das Gröbste überstanden! Im Frühling wird mein Herz leichter und springt, ich fühle mich beschwingt, ich umarme die Natur." Diese Verbundenheit mit der Natur spiegelt sich auch in ihrem aktuellen Schaffensprozess wider.

Achtes Buchprojekt mit tiefgründigen Themen

Passend zur erwachenden Natur arbeitet Sägebrecht an ihrem achten Buch, das sich mit Kräutern sowie den Themen Versöhnung und Vergebung beschäftigt. Ihre Kenntnisse über Kräuter hat sie quasi in die Wiege gelegt bekommen: Ihr Großvater väterlicherseits betrieb eine Gärtnerei und pflegte den Prälatengarten im Kloster Schäftlarn. Später vertiefte sie dieses Wissen während einer neunjährigen Tätigkeit inklusive vierjähriger Ausbildung bei einem Arzt und ganzheitlichen Mediziner.

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Filmprojekte und internationale Ambitionen

Auch vor der Kamera bleibt die Schauspielerin äußerst aktiv. Zuletzt stand sie im Herbst vergangenen Jahres für die ARD-Reihe "Watzmann ermittelt: Die Tränen der Madonna" vor der Kamera, eine Rolle, die ihr "wie auf den Leib geschneidert" war und international Beachtung fand. Ihre nächsten Projekte umfassen:

  • Ein neuer Film gemeinsam mit dem österreichischen Schauspieler Thomas Kahry, bei dem sie auch am Drehbuch mitgeschrieben hat
  • Die erste von einem TV-Sender begleitete Reise aus der Serie "Voyages mit Marianna" nach Suriname in Südamerika
  • Weitere TV-Dokumentationen, durch die sie "weiterhin die Welt kennenlernen und dann darüber berichten" möchte

Lebensrückblick und familiäre Verbundenheit

Rückblickend betrachtet Sägebrecht ihr Leben als sinnvolles Ganzes: "Alles gehörte zusammen. Schon in der Schule durfte ich die Sonntagsgebete lesen, mit zwölf Jahren hatte ich hinterm Haus einen Theaterplatz, mit einem Kaplan aus Indien bin ich zu den letzten Ölungen mitgegangen." Aus ihrer achtjährigen Ehe mit Fritz ging 1968 Tochter Daniela hervor, die sie liebevoll als "unser Geschenk" bezeichnet. Bis zu seinem Tod vor vier Jahren blieb sie regelmäßig mit ihrem Ex-Mann in Kontakt.

Karrierehöhepunkte und spirituelle Erfahrungen

Entdeckt wurde Sägebrecht vom Regisseur Percy Adlon auf einer Münchner Bühne, der sie für seinen erfolgreichen Film "Zuckerbaby" engagierte. Es folgten internationale Projekte wie "Out of Rosenheim" (international als "Bagdad Café" bekannt), "Der Rosenkrieg" mit Michael Douglas in Hollywood und Kinderfilme wie "Frau Holle".

Besonders bemerkenswert ist ihre Einstellung zum Tod: Seit einem "positiven, angstfreien Nahtod-Erlebnis mit 14 Jahren" hat Sägebrecht keine Angst mehr vor dem Sterben, das sie liebevoll als "Heimgehen" bezeichnet. Diese spirituelle Gelassenheit gepaart mit ungebrochenem Tatendrang macht die charismatische Schauspielerin zu einer faszinierenden Persönlichkeit, die auch mit 80 Jahren noch voller Pläne und Lebensfreude ist.

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