Liza Minnelli enthüllt in Memoiren: Lady Gaga und Oscars demütigten sie
Minnelli rechnet mit Lady Gaga und Oscars ab

Liza Minnelli enthüllt demütigende Oscar-Erfahrung mit Lady Gaga

Die lebende Legende Liza Minnelli (79) lässt in ihren gerade veröffentlichten Memoiren mit dem Titel „Kids, Wait Till You Hear This!“ (Veröffentlichung: 11. März, Heyne Verlag) kein gutes Haar an ihrem Oscar-Auftritt im Jahr 2022. Auf 528 Seiten packt die nur 1,63 Meter große Entertainment-Ikone schonungslos aus und rechnet insbesondere mit Lady Gaga (39) und den Organisatoren der Academy Awards ab.

„Man hat mir befohlen, in einem Rollstuhl zu sitzen“

Obwohl sie professionell neben der 35-jährigen Lady Gaga auf der Bühne lächelte, ist dieser Auftritt der damals 76-jährigen Minnelli nicht in guter Erinnerung geblieben. „Man hat mir unerklärlicherweise befohlen – ich wurde nicht einmal gefragt –, in einem Rollstuhl zu sitzen“, berichtet die Künstlerin in ihrer Biografie. Als Begründung hätten die Verantwortlichen ihr mitgeteilt, es liege „an meinem Alter“ und an Sicherheitsbedenken, weil sie aus einem ursprünglich gewünschten Regiestuhl rutschen könnte – „was Bullshit war“.

Die Alternative sei gewesen: „gar nicht aufzutreten“. Minnelli beschreibt, wie sie „am Boden zerstört“ über diesen Verlauf der Ereignisse gewesen sei. Zusätzlich zu der Demütigung saß sie auf der Bühne „viel tiefer unten, als ich es im Regiestuhl gewesen wäre“, was ihr das Lesen des Teleprompters erschwerte. Die Frage, die sie stellt, ist eindringlich: „Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie gegen Ihren Willen hinausgerollt würden, um vor einem Live-Publikum aufzutreten – und nicht klar sehen können?“

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Lady Gagas Inszenierung als „gutherzige Heldin“

Besonders verletzend empfand Minnelli das Verhalten von Lady Gaga während des gemeinsamen Auftritts. „Als ich über ein paar Worte stolperte, zögerte Gaga, die an meiner Seite war, keine Sekunde, um sich vor aller Augen als die gutherzige Heldin zu präsentieren“, schreibt die Sängerin. Gaga habe sich zu ihr herabgebeugt und gesagt: „Ich bin für dich da“. Aus Minnellis Perspektive wirkte diese Geste inszeniert und wenig authentisch.

Emotionale Enthüllungen über Mutter Judy Garland

Noch persönlicher und emotionaler werden die Memoiren, wenn Minnelli über ihre berühmte Mutter Judy Garland spricht, die 1969 im Alter von 47 Jahren an einer Überdosis Schlafmitteln starb. Garland war bereits mit 17 Jahren durch ihre Rolle im Filmklassiker „Der Zauberer von Oz“ zum Weltstar geworden und brachte mit 23 Jahren ihre Tochter Liza zur Welt.

Minnelli verteidigt ihre Mutter vehement gegen Vorwürfe, sie sei eine schlechte Mutter gewesen, habe zu viel getrunken, zu viele Pillen genommen und ihre Familie ignoriert. „Führungskräfte der Industrie – und, wie man mir sagte, meine Großmutter – hatten sie seit ihrer Zeit als Kinderstar mit Aufputschmitteln und Beruhigungsmitteln vergiftet“, enthüllt die Künstlerin. Nach dem Tod ihrer Mutter habe sie „acht Tage am Stück geweint“ – eine der dunkelsten Phasen ihres Lebens.

Privatleben: Ehemann Peter Allen und AIDS-Tragödie

Auch ihr Privatleben spart Minnelli in den Memoiren nicht aus. Sie erzählt, wie sie ihren ersten Ehemann Peter Allen im gemeinsamen Bett mit einem Mann erwischte. Dieser Moment habe sie „zerbrechlich und verängstigt“ zurückgelassen. Trotzdem blieb sie nach eigener Aussage noch Jahre mit ihm verheiratet – nachdem sie ihm vergeben hatte.

Allen starb 1992 an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung. Minnelli war insgesamt viermal verheiratet und hat keine Kinder. Ihre Offenheit in den Memoiren zeigt eine Frau, die trotz aller öffentlichen Erfolge auch tiefe persönliche Verletzungen und Demütigungen erlebt hat – von der Hollywood-Industrie bis hin zu ihren engsten Beziehungen.

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