Templiner Gymnasiasten zeigen Kunst gegen Krieg: „Nichts ist so zerstörerisch“
In einer Zeit, in der der Frieden in Europa erschüttert ist, setzen junge Menschen aus der Uckermark ein deutliches Zeichen. Schüler des Templiner Gymnasiums haben eine bewegende Kunstausstellung zum Thema Krieg und Frieden geschaffen, die aktueller nicht sein könnte. Die Werke werden im Multikulturellen Centrum (MKC) der Kurstadt präsentiert und laden zum Nachdenken und Dialog ein.
Künstlerische Verarbeitung eines komplexen Themas
Die Ausstellung zeigt in vielfältiger künstlerischer Form, welche Gedanken und Emotionen die Jugendlichen zu diesem drängenden Thema bewegen. Kathrin Bohm-Berg, Leiterin des MKC, erklärt: „Die Schüler haben erkannt, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wurde die jahrzehntelange europäische Sicherheitsordnung in kurzer Zeit zerstört.“
Im Rahmen des Projekts setzten sich die Gymnasiasten intensiv mit globalen Konflikten auseinander. Dabei wurde ihnen bewusst, dass es neben dem Krieg in Europa zahlreiche weitere hoch gewaltsame Auseinandersetzungen in der Welt gibt und gab. „Dies erleben wir gerade in unmittelbarer Nachbarschaft“, so Bohm-Berg weiter.
Wachrütteln durch kreative Ausdrucksformen
Den Schülern bot dieses Projekt die Möglichkeit, ihre Gedanken und Gefühle mit verschiedenen künstlerischen Gestaltungsmitteln und Texten zu verarbeiten. Die MKC-Leiterin betont: „Sie wollen mit ihren Bildern ‚wachrütteln‘ und dokumentieren, dass nichts so zerstörerisch ist wie Krieg.“
Zu sehen sind in der neuen Ausstellung der Jugendlichen eine Vielzahl von Werken:
- Ausdrucksstarke Skulpturen
- Emotionale Malereien
- Aussagekräftige Grafiken
- Interaktive Installationen
Eröffnung mit Dialog und Engagement
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, den 6. März, um 18 Uhr statt. Die Veranstaltung beginnt mit einem kleinen Programm der Schüler, die ihre Werke persönlich vorstellen werden. „Außerdem bereiten sie einen kleinen Imbiss für das leibliche Wohl vor“, verrät Kathrin Bohm-Berg.
Besonders bemerkenswert: Der Erlös aus dem Imbiss wird für die Finanzierung des Abiballs der engagierten Jugendlichen genutzt. Im Anschluss an das Programm kommen die jungen Künstler gerne mit den Gästen ins Gespräch, um über ihre Motivation und die Botschaft ihrer Kunst zu diskutieren.
Das MKC als kultureller Mittelpunkt
Das Multikulturelle Centrum in Templin, gelegen direkt am Stadtsee, fungiert seit Jahren als zentrales Kultur- und Kommunikationszentrum der Region. Es bietet Raum für:
- Kino- und Theateraufführungen
- Konzerte und Lesungen
- Kabarett und Ausstellungen
Darüber hinaus ist das MKC bekannt für das Festival „Wasserspiele Templin“ und das „Mobile Kino Uckermark“. Die aktuelle Ausstellung der Templiner Gymnasiasten fügt sich perfekt in das vielfältige Kulturprogramm des Hauses ein und unterstreicht dessen Bedeutung als Plattform für gesellschaftlich relevante Themen.
Die Macher der Ausstellung würden sich freuen, wenn viele Besucher den Weg ins MKC finden, um die kraftvollen Kunstwerke zu sehen und sich mit den jungen Künstlern über die wichtigen Fragen von Krieg und Frieden auszutauschen.



