Uschi Glas: Fühlte mich vom Neuen Deutschen Film erpresst
Uschi Glas: Vom Neuen Deutschen Film erpresst

Die Schauspielerin Uschi Glas hat in einem Interview offen über ihre Distanz zum Neuen Deutschen Film gesprochen. Sie fühlte sich von der Bewegung politisch unter Druck gesetzt und ausgegrenzt. Ihre Weigerung, sich für linke Positionen vereinnahmen zu lassen, habe dazu geführt, dass sie keine Rollen mehr im Autorenkino erhielt.

Durchbruch mit "Zur Sache, Schätzchen"

Glas feierte 1968 mit dem Film "Zur Sache, Schätzchen" ihren großen Durchbruch. Die Komödie war ein kommerzieller Erfolg und machte sie als "Barbara" einem breiten Publikum bekannt. Dennoch blieb es ihr einziger Film des Neuen Deutschen Films. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte sie: "Ich hätte meine Seele nicht verkaufen können, ich fühlte mich wirklich erpresst."

Politische Ausrichtung des Neuen Deutschen Films

Der Neue Deutsche Film war stark von der 68er-Bewegung geprägt und verstand sich als politisch und gesellschaftskritisch. Regisseure wie Werner Herzog, Rainer Maria Fassbinder und Wim Wenders prägten diese Ära. Glas betont: "Der Junge Deutsche Film war komplett links. Alles, was nicht links war oder bayerisch, galt als das Allerletzte." Sie selbst wollte sich von keiner Seite vereinnahmen lassen.

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Kommerzielle Produktionen als Ausweg

Da sie auf ihre Einkünfte angewiesen war, verlegte sich Glas auf kommerzielle Produktionen wie "Paukerfilme" und Komödien, die beim Publikum gut ankamen. Sie gab zu, überrascht gewesen zu sein, dass sie tatsächlich keine Angebote mehr aus dem Autorenkino erhielt: "Ich dachte, die werden mich schon holen."

Glas‘ Aussagen werfen ein Licht auf die ideologischen Spannungen innerhalb der deutschen Filmlandschaft der Nachkriegszeit. Ihr Fall zeigt, wie politische Haltungen Karrierewege beeinflussen können.

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