Zirkuskind: Ein poetischer Dokumentarfilm über Freiheit und Großfamilie im Fabrik.Kino
Zirkuskind: Dokumentarfilm über Freiheit im Fabrik.Kino

Zirkuskind: Ein poetischer Blick auf das Leben als letzter Nomade Deutschlands

Im Fabrik.Kino in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz erwartet die Besucher ein außergewöhnliches filmisches Erlebnis. Von Freitag bis Sonntag, dem 20. bis 22. Februar, sowie am Dienstag, dem 24. Februar, jeweils um 15.30 Uhr, wird der berührende Dokumentarfilm Zirkuskind gezeigt. Der Film taucht tief ein in die Welt der letzten deutschen Zirkusnomaden und erzählt eine Geschichte von Freiheit, Zugehörigkeit und dem Erwachsenwerden zwischen Tradition und Moderne.

Santinos Leben zwischen Wohnwagen und Manege

Santino ist ein echtes Zirkuskind. Sein Zuhause ist kein fester Ort, sondern besteht aus seiner großen Familie und den Wohnwagen, die mit den Tieren durch das Land ziehen. Heute hier, morgen dort – dieses Motto prägt seinen Alltag. Der Film begleitet den Jungen in seinem ungewöhnlichen Leben, das geprägt ist von der engen Verbundenheit mit seiner Großfamilie.

Zu dieser Familie gehören nicht nur seine Eltern Angie und Gitano sowie sein Bruder Giordano, sondern auch unzählige Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins. Eine besondere Rolle spielt sein Uropa Ehe, einer der letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands. Opa Ehe wird zu einem wichtigen Mentor für Santino und erzählt ihm wilde Geschichten aus seinem langen Zirkusleben.

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Die Magie des Zirkuslebens und die Suche nach der eigenen Rolle

Die Erzählungen des Großvaters sind voller lebendiger Erinnerungen:

  • Vom prachtvollen Elefantenbullen Sahib, der einst die Manege beherrschte
  • Von seinen eigenen ersten Schritten als Clown und den Herausforderungen der Artistik
  • Vom unvergleichlichen Feeling der Freiheit, das alle Strapazen des Reisens wettmacht

An Santinos 11. Geburtstag stellt Opa Ehe die entscheidende Frage: Was will Santino denn einmal in der Manege zeigen? Denn auch er müsse etwas zu ihrer Gemeinschaft beitragen. Diese Frage wird zur zentralen Suche des Jungen – wie findet man heraus, was man der Welt zeigen will, wenn man in einer so besonderen Gemeinschaft aufwächst?

Ein dokumentarisches Roadmovie über Gemeinschaft und Identität

Zirkuskind ist mehr als nur ein Film über das Zirkusleben. Es ist ein dokumentarisches Roadmovie, das mit poetischen Animationen angereichert ist und die Zuschauer mitnimmt auf eine Reise durch Deutschland. Der Film zeigt:

  1. Das Aufwachsen in einer engen Großfamilie, die mehr ist als nur Verwandtschaft
  2. Die tägliche Nähe zu Tieren und die Verantwortung, die damit einhergeht
  3. Ein Leben ohne Netz und doppelten Boden, aber voller Freiheit und Abenteuer

Regisseurinnen Julia Lemke und Anna Koch haben mit Zirkuskind (Deutschland 2025, 86 Minuten) ein Werk geschaffen, das die Kraft von Zugehörigkeit und Gemeinschaft einfühlsam porträtiert. Der Film ist eine Hommage an eine Lebensweise, die in unserer modernen Welt immer seltener wird, und gleichzeitig eine universelle Geschichte über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben.

Die Vorführungen im Fabrik.Kino bieten eine seltene Gelegenheit, diese besondere Dokumentation auf der großen Leinwand zu erleben. Ein Film, der nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene berühren wird mit seiner authentischen Darstellung eines Lebens zwischen Tradition und Freiheit.

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