Wetterumschwung in Mitteldeutschland: Regen und Abkühlung nach sonnigem Wochenende
Das erste Mai-Wochenende hat den Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch einmal hochsommerliche Temperaturen beschert. Doch nun steht ein deutlicher Wetterumschwung bevor: Ab Dienstag wird es kühler und nasser, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Meteorologen rechnen mit Regen, örtlichen Gewittern und sogar Starkregen.
Am Wochenende waren die Temperaturen in den drei Bundesländern bereits in die Nähe der 30-Grad-Marke geklettert. In Sachsen-Anhalt wurde der Spitzenwert an der Wetterstation Möckern-Drewitz mit 29 Grad Celsius gemessen. In Thüringen erreichte die Sternwarte in Jena ebenfalls 29 Grad. In Sachsen lag der Höchstwert mit 28,6 Grad in Bad Muskau. Damit war es vielerorts sommerlich warm, auch wenn die Rekordwerte für den Mai noch deutlich höher liegen.
So wurden in Magdeburg Ende Mai 1892 bereits 35,9 Grad registriert. An der Sternwarte Jena waren es im selben Jahr sogar 36,1 Grad. In Sachsen steht der Mai-Rekord bei 34,4 Grad, gemessen am 30. Mai 1944 in Plauen. Die aktuellen Temperaturen bleiben also weit unter diesen historischen Höchstwerten.
Für die kommenden Tage prognostiziert der DWD einen allmählichen Temperaturrückgang. Die Höchstwerte werden voraussichtlich nur noch zwischen 15 und 20 Grad liegen. Zudem ziehen von Westen her dichte Wolken auf, die Regen und teils kräftige Gewitter mit sich bringen. Besonders am Dienstag und Mittwoch ist mit Starkregen zu rechnen, der lokal zu Überschwemmungen führen könnte. Die Menschen in den betroffenen Regionen sollten die Wetterwarnungen des DWD im Auge behalten.
Der Wetterumschwung kommt nicht überraschend: Bereits am Sonntag hatten die Modelle eine Kaltfront angekündigt, die nun über Mitteldeutschland hinwegzieht. Nach dem sonnigen Wochenende folgt also eine unbeständige Woche mit wechselhaftem Wetter. Erst gegen Ende der Woche könnte sich die Lage wieder beruhigen, wenn sich von Süden her ein Hochdruckgebiet nähert.



