Die strengen Regeln der Vogue-Chefin: Ex-Assistenten berichten über den Arbeitsalltag mit Anna Wintour
Kurz vor dem Kinostart der Fortsetzung von „Der Teufel trägt Prada“ rückt Anna Wintour, die legendäre Chefredakteurin der Vogue, erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Ihre ehemaligen Assistenten gewähren nun Einblicke in den Arbeitsalltag im Büro der 76-Jährigen und bestätigen: Die Realität war mindestens genauso streng wie die filmische Darstellung.
Kleiderordnung im One World Trade Center: Jeans und Turnschuhe strikt verboten
In der 25. Etage des One World Trade Center in New York, dem Sitz der Vogue-Redaktion, herrschten jahrelang ungeschriebene Gesetze, die von Anna Wintour persönlich vorgegeben wurden. „Keine Jeans“ und niemals „in Turnschuhen“ – so lauteten zwei der knallharten Regeln, an die sich jeder Mitarbeiter zu halten hatte, der das Privileg besaß, als Assistent der Mode-Ikone zu arbeiten.
Interessanterweise brach Wintour selbst 1988 mit traditionellen Modekonventionen, als sie ein Model in Denim auf ihrem ersten Vogue-Cover platzierte. Für ihr eigenes Team galt jedoch eine deutlich konservativere Kleiderordnung, die Eleganz und Professionalität über alles stellte.
Parallelen zum Film: Die Realität hinter der Fiktion
Die Schilderungen der Ex-Assistenten zeigen verblüffende Ähnlichkeiten zur Handlung von „Der Teufel trägt Prada“, dem Kultfilm, der lose auf Wintours Wirken basiert. Wie im Film durchliefen Bewerber intensive Auswahlprozesse, bei denen nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch das äußere Erscheinungsbild und die Anpassungsfähigkeit an die strenge Bürokultur entscheidend waren.
Die ehemaligen Mitarbeiter beschreiben eine Arbeitsumgebung, in der Perfektionismus und Disziplin oberste Priorität hatten. Jede Abweichung von den etablierten Normen konnte Konsequenzen haben, was die hohen Erwartungen der Vogue-Chefin unterstreicht.
Ein Blick hinter die Kulissen der Mode-Elite
Die Enthüllungen kommen zu einem symbolträchtigen Zeitpunkt, da die Fortsetzung des Films die öffentliche Neugier auf die wahren Geschichten hinter der glamourösen Fassade der Modebranche weckt. Anna Wintour, die seit Jahrzehnten als eine der einflussreichsten Figuren der internationalen Modewelt gilt, prägte nicht nur Trends, sondern auch die Arbeitskultur in ihrem Umfeld.
Die Berichte der Assistenten werfen ein Licht auf die Spannungen zwischen kreativer Freiheit und strengen Hierarchien, die in solch prestigeträchtigen Umgebungen oft bestehen. Sie zeigen, dass der Erfolg der Vogue unter Wintours Führung auch auf unnachgiebigen Standards und klaren Erwartungen beruhte.
Während die Filmfortsetzung die fiktive Welt von Miranda Priestly weiter erkundet, erinnern die realen Erfahrungen der Ex-Assistenten daran, dass die Wahrheit manchmal ebenso faszinierend ist wie die Hollywood-Adaption. Die Geschichten aus dem Büro der Vogue-Chefin bleiben ein fesselndes Kapitel in der Geschichte der Modeindustrie.



