Pergamonaltar in Berlin: Komplexe Wiedereröffnung mit mehreren Etappen
Nach jahrelangen umfangreichen Sanierungsarbeiten auf der Berliner Museumsinsel gibt es nun konkrete Zeitpläne für die Wiedereröffnung des weltberühmten Pergamonaltars. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) bestätigte, dass erste Teile des Pergamonmuseums im nächsten Frühjahr wieder ihre Türen öffnen sollen. Der Höhepunkt für viele Kunst- und Geschichtsinteressierte wird jedoch das Frühjahr 2027 sein, wenn der Saal mit dem monumentalen Pergamonaltar wieder für Besucher zugänglich sein wird.
Mehrere Schließungen bis zur vollständigen Fertigstellung
Die Freude über die Wiedereröffnung wird allerdings von weiteren geplanten Schließungen getrübt. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete und die SPK bestätigte, wird der Altarsaal in der zweiten Jahreshälfte 2034 erneut für voraussichtlich fünf Monate geschlossen bleiben. Grund dafür sind fortlaufende Bauarbeiten, die noch bis zum Jahr 2037 andauern werden.
Diese zusätzlichen Arbeiten dienen der Anbindung des Pergamonmuseums an die sogenannte archäologische Promenade, die vier von fünf historischen Häusern der Museumsinsel miteinander verbinden soll. Zudem müssen technische Anschlüsse an den Südflügel des Museums wiederhergestellt werden, der aufgrund der Bauarbeiten noch mehr als ein Jahrzehnt geschlossen bleiben wird.
Langjährige Bauarbeiten mit weitreichenden Folgen
Das Pergamonmuseum gehört zu den bedeutendsten Museen weltweit und beherbergt neben dem Pergamonaltar auch das berühmte Ischtar-Tor mit der babylonischen Prozessionsstraße. Diese Exponate im Südflügel werden noch lange nicht zu sehen sein, da dieser Bereich erst mit Abschluss aller Bauarbeiten 2037 vollständig öffnen soll. Das genaue Datum für die komplette Wiedereröffnung steht laut SPK-Angaben noch nicht fest.
Die für das nächste Jahr geplante Teilöffnung wird nur vorübergehend sein. Ein neu gestalteter Zugang zum Museum, das sogenannte „Tempietto“, soll zunächst lediglich als Durchgangsraum dienen. Ab dem Jahr 2030 wird auch dieser Bereich noch einmal schließen und seine eigentliche Funktion als Eingangspavillon im Ehrenhof erst nach Vollendung des Bauabschnitts B erfüllen können.
Weitere Schließungen im Museumskomplex
Neben dem Pergamonaltar-Saal sind weitere Schließungen geplant. Der Schlütersaal soll laut „Spiegel“-Berichten ab 2032 erneut für mehr als fünf Jahre geschlossen werden. Die SPK bestätigte diese Planungen und erklärte, dass in diesem Saal später Objekte aller vier im Museum vertretenen Sammlungen präsentiert werden sollen:
- Ägyptisches Museum
- Vorderasiatisches Museum
- Antikensammlung
- Museum für Islamische Kunst
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz betonte, dass mögliche Zeitpuffer in der Bauplanung bereits aufgebraucht seien und man daher von der festgelegten Wiedereröffnung im Frühjahr 2027 ausgehe. Die komplexen Bauarbeiten erfordern somit noch viel Geduld von Besuchern und Kunstliebhabern, bevor das Pergamonmuseum in voller Pracht erstrahlen wird.



