FIFA lehnt Iran-Wunsch nach WM-Spielen in Mexiko ab - Spiele bleiben in USA
FIFA lehnt Iran-Wunsch nach WM-Spielen in Mexiko ab

FIFA lehnt Iran-Wunsch nach WM-Spielen in Mexiko ab

Der Weltfußballverband FIFA hat den Antrag des Iran abgelehnt, seine Vorrundenspiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 von den Vereinigten Staaten nach Mexiko zu verlegen. Dies bestätigte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. Trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten werden die drei Partien der iranischen Nationalmannschaft wie geplant in den USA ausgetragen.

Logistische Gründe für die Ablehnung

Aus Sicht der FIFA hätte eine Verlegung der Spiele einen enormen logistischen Aufwand bedeutet, wie Sheinbaum erklärte. Der Weltverband hatte sich bereits zuvor zurückhaltend zu dem Wunsch des Iran geäußert. Der Iran wollte seine WM-Spiele nicht in den USA austragen, da die Vereinigten Staaten die islamische Republik militärisch angegriffen hatten.

„Die FIFA entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen Austragungsorten verlegt werden können“, sagte die mexikanische Staatschefin. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg gilt. Von diesem Freitag an sollen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Friedenslösung stattfinden.

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FIFA-Präsident Infantino bestätigt Iran-Teilnahme

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte zuvor deutlich gemacht, dass der Iran an der WM teilnehmen wird. „Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt Plan A“, sagte Infantino. Unklar war bis zuletzt, ob die FIFA dem Mexiko-Wunsch des Iran nachkommen würde.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen. Das Eröffnungsspiel findet am 11. Juni im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt zwischen Mexiko und Südafrika statt. Seit Februar hatten die Vereinigten Staaten und Israel den Iran angegriffen, woraufhin das Land Gegenschläge ausführte.

Die Entscheidung der FIFA unterstreicht die Herausforderungen, die politische Konflikte für internationale Sportveranstaltungen mit sich bringen. Während der Weltverband die Teilnahme des Iran sicherstellen will, müssen gleichzeitig logistische und sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt werden. Die WM-Spiele des Iran bleiben damit ein politisch aufgeladenes Sportereignis in einem von Spannungen geprägten globalen Umfeld.

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