Weißes Haus warnt Mitarbeiter vor Kriegswetten: Verdächtige Ölgeschäfte vor Trump-Ankündigungen
Weißes Haus warnt vor Kriegswetten: Verdächtige Ölgeschäfte

Weißes Haus warnt Mitarbeiter vor Kriegswetten: Verdächtige Ölgeschäfte vor Trump-Ankündigungen

Im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump (79) herrscht erhöhte Wachsamkeit: Mitarbeiter wurden in einem Rundschreiben ausdrücklich davor gewarnt, vertrauliche Informationen für persönliche Investments oder Wetten auf Prognose-Plattformen wie Polymarket oder Kalshi zu nutzen. Dies berichten US-Medien unter Berufung auf ein internes Schreiben.

Mysteriöse Wetten auf fallende Ölpreise

Das Datum des Rundschreibens vom 24. März ist besonders brisant. Nur einen Tag zuvor hatten auffällige Millionenwetten auf sinkende Ölpreise für Aufsehen gesorgt. Die Orders wurden exakt 15 Minuten vor einer Social-Media-Ankündigung Trumps platziert, in der er ein Ultimatum an den Iran um fünf Tage verlängerte.

Eigentlich hatten Finanzbeobachter an diesem Morgen steigende Ölpreise und ein Börsenbeben erwartet. Doch einige Händler setzten bereits um 6.49 Uhr mit ungewöhnlich hohen Termingeschäften auf das Gegenteil – um 7.05 Uhr folgte dann Trumps Ankündigung. Die Konsequenz: Die Ölpreise fielen tatsächlich und die anonymen Trader erzielten hohe Gewinne.

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Wiederkehrendes Muster bei Trump-Konflikten

Solche verdächtigen Geschäfte wiederholen sich bei militärischen Konflikten unter der Trump-Administration regelmäßig. Die Analysefirma Bubblemaps charakterisierte die Erfolgsbilanz dieser Händler mit den Worten: „Es ist offensichtlich, dass hier einige mehr wissen als andere.“

Beispiele für diese mysteriösen Wetten:

  • Ein anonymer Trader verdiente über 400.000 Dollar mit einer Wette auf den Sturz von Nicolás Maduro
  • Mehrere Konten kassierten rund 1,2 Millionen Dollar mit Wetten auf einen Iran-Angriff
  • Weitere 550.000 Dollar wurden mit Spekulationen auf den Tod von Ali Chamenei erzielt
  • Nach den auffälligen Trades vom 23. März setzten etwa 50 neue Konten auf Polymarket auf eine Waffenruhe – bevor Trump sie verkündete

Trump-Familie im Fokus der Debatte

Das Weiße Haus betont zwar, dass Trump klargemacht habe, Regierungsmitarbeitern und Kongressmitgliedern sei strikt untersagt, aus internen Informationen finanziellen Nutzen zu ziehen. Dennoch ebbt die Debatte nicht ab.

Besonders diskutiert wird die Rolle von Donald Trump Jr. (48), der bei Polymarket im Aufsichtsrat sitzt und bei Kalshi als Berater fungiert. Konkrete Belege dafür, dass die Trump-Familie selbst an den Kriegswetten beteiligt war oder davon profitierte, gibt es jedoch nicht.

Die mysteriösen Wetten auf Prognose-Plattformen werfen grundsätzliche Fragen auf: Können vertrauliche Regierungsinformationen für finanzielle Spekulationen genutzt werden? Und wie transparent sind diese neuartigen Prognose-Märkte, auf denen politische und militärische Ereignisse zur Wette stehen?

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