Neuer Intendant Aviel Cahn plant 30-Stunden-Marathon für Deutsche Oper Berlin
Aviel Cahn startet mit 30-Stunden-Marathon an der Deutschen Oper

Neuer Intendant Aviel Cahn startet mit spektakulärem 30-Stunden-Marathon an der Deutschen Oper Berlin

Der designierte Intendant Aviel Cahn hat seine ambitionierten Pläne für die erste Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin vorgestellt. Der Schweizer Kulturmanager, der vom Grand Théâtre in Genf nach Berlin wechselt, setzt gleich zu Beginn seiner Intendanz ein deutliches Zeichen: Das Opernhaus im Westen der Hauptstadt soll zum Auftakt der neuen Ära an einem Wochenende 30 Stunden durchgehend geöffnet bleiben.

Ein Opernwochenende der besonderen Art

Vom Samstagmittag bis Sonntagabend am 29. und 30. August 2026 verwandelt sich die Deutsche Oper in einen pulsierenden Kulturort. Während der Nachtstunden wird sich die Bühne in einen Club verwandeln, wie das Haus mitteilte. Der renommierte Künstler Rirkrit Tiravanija übernimmt die Kuratierung dieses außergewöhnlichen Wochenendes. Zu den geplanten Highlights gehören eine Kostümparade der international bekannten Künstler Petrit Halilaj und Álvaro Urbano sowie ein Beitrag der Künstlerin Sung Tieu, die aktuell den deutschen Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig gestaltet.

Sieben Premieren mit namhaften Künstlern

Für die gesamte Spielzeit 2026/27 hat Cahn sieben Premieren auf der großen Bühne angekündigt, die unter dem Motto „Make Love...“ stehen werden. Die deutsche Erstaufführung von Karlheinz Stockhausens „Mittwoch aus Licht“ in der Regie von Susanne Kennedy bildet den Auftakt. Regisseur Milo Rau wird sich erstmals mit Richard Wagners Werk auseinandersetzen und „Der fliegende Holländer“ inszenieren.

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Weitere Höhepunkte der Spielzeit:

  • Fotokünstler Wolfgang Tillmans entwirft ein Bühnenbild für Benjamin Brittens „War Requiem“
  • Das belgische Regiekollektiv FC Bergmann bringt Mozarts „Così fan tutte“ auf die Bühne
  • Ungarischer Regisseur Kornél Mundruczó („Pieces of a Woman“) inszeniert Verdis „Otello“

Internationale Erfahrung für Berlin

Aviel Cahn bringt umfangreiche internationale Erfahrung mit nach Berlin. Vor seiner Zeit am Grand Théâtre in Genf arbeitete der Kulturmanager in Peking, Helsinki und Bern. Zudem war er Intendant der belgischen Opera Vlaanderen. In Berlin tritt er die Nachfolge von Dietmar Schwarz an und übernimmt die Leitung eines der drei großen Opernhäuser der Hauptstadt.

Die Deutsche Oper Berlin positioniert sich mit diesem Programm als innovativer und weltoffener Kulturort, der traditionelle Opernkunst mit zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen verbindet. Cahns Konzept verspricht nicht nur für eingefleischte Opernliebhaber, sondern auch für ein jüngeres Publikum attraktiv zu sein.

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