Wien – Was für ein Abend und was für eine Überraschung! Bulgarien ist der Gewinner des European Song Contest 2026. In einem Finale voller Feuer, Operngesang, riesiger Bühnenbilder und teils absurden Inszenierungen setzte sich Sängerin Dara (27) mit „Bangaranga“ durch: Mit sagenhaften 516 Punkten holte sie den ersten ESC-Sieg ihres Landes. Israel (343 Punkte) wurde Zweiter, Rumänien (296) Dritter.
Enttäuschung für Deutschland
Enttäuschung dagegen bei Deutschlands Punkte-Hoffnung Sarah Engels (33). Trotz beeindruckendem Auftritt bekam sie von den Jurys nur 12 Punkte – und vom Publikum NULL! Am Ende landete sie auf Platz 23 von 25. Letzter wurde das Vereinigte Königreich mit einem mickrigen Punkt.
Starker Auftritt von Sarah Engels
Zwischen Flammenwerfern, Latex-Bondage und Weltraum-Performances wirkte der Abend zeitweise wie mehrere Shows gleichzeitig. Wien brannte – und Engels sprühte den ersten Funken. Als Zweite betrat sie von Pyro-Effekten begleitet mit „Fire“ die Bühne. TV-Kommentator Thorsten Schorn lobte ihre „unfassbare Freude“ und scherzte: „Was haben wir alles abgebrannt, da gehen die Spritpreise wieder hoch.“ Am Ende des Abends war das Feuer zwar wieder aus – auf ihre fehlerfreie und gesanglich starke Performance kann Engels aber stolz sein.
Bulgariens Sieg mit Club-Atmosphäre
Als Dara für Bulgarien auftrat, wurde der ESC noch wilder. Die Sängerin brachte mit „Bangaranga“ harte Beats und eine extravagante Choreografie auf die Bühne. Während andere Länder auf große Balladen oder klassische ESC-Momente setzten, wirkte Bulgariens Beitrag eher wie eine Clubnacht – und holte sich damit den Sieg.
Weitere Highlights des Finales
Moldau schickte Satoshi (27) und Aliona Moon (36) mit „Viva, Moldova!“ auf die Bühne. Ein riesiges rotes Kleid wurde sofort zu einem der auffälligsten Bilder des Abends. Finnland setzte mit Linda Lampenius (56) und Pete Parkkonen (36) auf ein Pyro-Spektakel: Ihr Song „Liekinheitin“ („Flammenwerfer“) heizte die Halle mit Geigen und massiven Effekten auf. Moderatorin Victoria Swarovski (32) brachte es auf den Punkt: „Ich verstehe zwar kein Finnisch, aber ich habe jedes Wort gespürt.“
Litauen schickte Lion Ceccah (34) komplett versilbert und mit einer einzelnen Träne im Gesicht auf die Bühne. Frankreich präsentierte mit der erst 17-jährigen Monroe eine der größten Stimmen des Finales. Rumänien sorgte mit „Choke Me“ in schwarzem Latex und Fessel-Optik für einen absurden Höhepunkt.
ESC 2027 in Bulgarien
Durch den Sieg hat Dara nicht nur den ersten Titel für ihr Land geholt: Der ESC findet 2027 in Bulgarien statt. Die Show in Wien wird dabei schwer zu schlagen sein.



