Bangaranga! Bangaranga! Bangaranga!
Wetten, dass Ihnen der Songtext von Bulgariens ESC-Siegerin Dara (27) auch sofort im Ohr hängt? So ging es zumindest mir, so ging es meinen kleinen Neffen (7 und 10), als ich ihnen den Song zum ersten Mal vorgespielt habe. So ging es eigentlich jedem, der den Song zum ersten Mal gehört hat.
Bangaranga! Bangaranga!
Seit Monaten ist der Song in meiner Playlist. Ein Song, bei dem man nicht viel nachdenken muss und trotzdem gut mitwippen kann. Ein Song, der einfach gute Laune macht und mit seinem Beat sofort mitreißt.
Aber was kann Deutschland daraus lernen?
Sarah Engels’ Song „Fire“ war eingängig, man musste auch nicht zu viel über den Text nachdenken. Ihre Performance war perfekt, fehlerfrei. Dem Song fehlte aber so ein bisschen das gewisse Etwas, um aus der Masse herauszustechen. Das Bangaranga eben!
Sarah Engels muss sich überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie zeigte eine starke Leistung! Foto: picture alliance/dpa
Die Selbstironie, trotz herausragender Stimme auch einfach mal hervorragend inszenierten Blödsinn auf der Bühne zu machen. Bangaranga ist keine Quatsch- oder Klamauk-Nummer. Dara ist eine genauso gute Künstlerin wie Sarah Engels. Doch irgendwie schaffte es Dara, sich nicht zu ernst zu nehmen und einfach Spaß auf der Bühne zu haben.
Ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland auch endlich mal den Kopf in ESC-Dingen so ein wenig abschalten. Den Künstlern mehr Raum für Gefühl und Intuition lassen. Wir haben wundervolle und unglaublich talentierte Künstler in unserem Land. Wenn wir ihrer Kreativität freien Lauf lassen, haben wir vielleicht auch schon bald unseren Bangaranga-Moment!
Bangaranga, Bangaranga, Bangaranga ...
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