ESC-Siegerin Dara international gefeiert: „Historischer Triumph für Bulgarien“
ESC-Siegerin Dara: Historischer Triumph für Bulgarien

Wien – Was für ein Finale! Die bulgarische Sängerin Dara (27) gewann mit ihrem Partylied „Bangaranga“ den 70. Eurovision Song Contest. Mit 516 Punkten setzte sich der Popstar deutlich gegen den zweitplatzierten Israel (343 Punkte) durch. Deutschland landete trotz einer fehlerfreien und energiegeladenen Performance von Sarah Engels (33) nur auf Platz 23. National und international wird Bulgariens erster Sieg in dem prestigeträchtigen Musikwettbewerb gefeiert.

Ein historischer Triumph für Bulgarien

„Radio Bulgarien“ bezeichnet den Gewinn als „sensationell“ und schreibt: „Ein historischer Triumph für Bulgarien.“ Das Medium führt weiter aus: „Im Finale des 70. Eurovision Song Contest präsentierte sich Bulgarien mehr als würdig. Mit ihrer expressiven Energie und Bühnenpräsenz brachte die junge und talentierte Dara Millionen Musikfans aus Europa und der ganzen Welt dazu, über Bulgarien zu sprechen.“

Das Wort „Bangarang“ stammt aus dem jamaikanischen Patois, einer Kreolsprache, und bedeutet so viel wie Chaos, Aufruhr oder Rebellion. Im bulgarischen Song wurde daraus „Bangaranga“ – eine starke, rebellische Frau.

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Auch über die Landesgrenzen hinaus ist die Begeisterung groß. „Das war kein Sieg mit Ansage, sondern ein Durchstarten aus dem Windschatten. Diese Meisterleistung gelang der 27-Jährigen souverän“, so das italienische Medium „Südtirol News“.

Israel sieht zweiten Platz als triumphalen Abschluss

Israels lokale Medien zeigen sich ebenfalls zufrieden mit der eigenen Leistung. Die „Jerusalem Post“ schreibt: „Für Israel war es ein triumphaler Abschluss des Song Contests in einem Jahr, das von Buhrufen und Boykotten geprägt war.“ Spanien, Slowenien, Irland, Island und die Niederlande zogen sich aufgrund der Teilnahme Israels vom Wettbewerb zurück.

Sänger Noam Bettam (28) belegte mit seinem Lied „Michelle“ Platz zwei für Israel.

Österreich trotz vorletztem Platz stolz

Gastgeberland Österreich, das im vergangenen Jahr den ESC gewann, musste sich in diesem Jahr mit dem vorletzten Platz zufriedengeben. Die österreichische „Kronen Zeitung“ findet versöhnliche Worte: „Auch wenn Österreich den 70. Song Contest – wohl der Tradition folgend – als Gastgeberland auf dem vorletzten Platz beendete, die Herzen der Fans sind ihm (Sänger Cosmó) ebenso sicher wie Überraschungssiegerin Dara.“

Der Song „Tanzschein“ von Cosmó (19, bürgerlich Benjamin Gedeon) konnte Jury und Publikum nicht überzeugen und brachte Österreich nach dem Sieg 2025 in diesem Jahr nur den vorletzten Platz ein.

Großbritannien mit vernichtender Niederlage

Die englischen Medien betrachten den letzten Platz, den Großbritannien belegte, eher nüchtern. Die „Sun“ schreibt: „Großbritannien musste im heutigen großen Finale eine weitere vernichtende Niederlage beim Eurovision Song Contest hinnehmen.“

Trotz kreativer Performance konnte Sam Battle (37) mit „Eins, Zwei, Drei“ für Großbritannien nur einen Punkt und somit den letzten Platz holen.

Schweiz lästert über den ESC

Vernichtend ist auch das Urteil eines Landes, das in diesem Jahr im Finale gar nicht dabei war. „Beim österreichischen Song Contest sprang der Funke nicht über. Der Show fehlte es an Originalität“, kritisiert das Schweizer Nachrichtenportal „Blick“. Es wirft den Veranstaltern aus dem Nachbarland vor, viele Elemente vom letztjährigen ESC aus Basel kopiert zu haben.

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