Wenn Blüten prangen, Wiesen saftig grün sind, Parks Schatten spenden, Wasser glitzert und sanfte Hügel Kirchen, Gutsscheunen sowie andere besondere Konzertsäle umgeben, dann ist wieder Festspiel- und Sommerzeit. Die reizvolle Landschaft geht mit kulturellen Schätzen und hochkarätigen Musikern eine klangvolle Symbiose ein. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern haben auch in diesem Jahr von Güstrow über Teterow und Malchin zahlreiche Höhepunkte zu bieten.
Auftakt in der Kultur.Feldstein.Kirche Recknitz
Den Auftakt in der Region gibt die Kultur.Feldstein.Kirche Recknitz, die kürzlich ihren Saisonbeginn gefeiert hat. Der spanisch-französische Gitarrist Thibaut Garcia lädt am Sonntag, 26. Juli, um 15 Uhr zu einer Klangreise durch drei Jahrhunderte Gitarrenmusik ein. Dieses Festspielkonzert präsentiert ein ganzes Paket voller Paradestücke dieses Instruments, darunter bekannte Ohrwürmer, selten gespielte musikalische Kleinode und viel Tänzerisches. Garcia hat Kompositionen von Bach bis Albéniz zusammengestellt und ist ein virtuoser Garant für deren mitreißende Interpretation.
Mit Bach und Bandoneon im Kulturhaus Groß Grabow
„Mit Bach und Bandoneon“ heißt es am Samstag, 27. Juni, erstmals im Kulturhaus Groß Grabow um 18 Uhr. Gemeinsam mit dem Tangoquartett Cuarteto SolTango und dem Klarinettisten Sebastian Manz bietet der Preisträger in Residence, das Armida Quartett, einen temperamentvollen Ritt durch Musikstile und -epochen. In der neuen Spielstätte vereint sich die Leidenschaft einer Tanzkapelle mit dem Können klassisch ausgebildeter Spitzenmusiker. Von Cembaloklängen bis zu Bandoneontönen ist alles dabei.
Sommer, Sonne, Swingmusik in Schwiessel
Sommer, Sonne, Swingmusik: Retro-Swing vom Feinsten gibt es am Freitag, 3. Juli, in Schwiessel im Schlosspark als Open Air ab 19 Uhr. Mit sirenenhaftem Satzgesang rudern die drei „gemüsikalischen“ Schwestern der Zucchini Sistaz weit hinaus in die Gezeiten der Unterhaltungsmusik. Im Gepäck haben sie Gitarre, Kontrabass, Trompete und Kinkerlitzchen – für Vintage-Sound, in dem man baden möchte. Bereits ab 17 Uhr wird in den Park eingelassen; mit Picknickdecke und -korb lässt es sich perfekt in den Sommerabend starten.
Dichterliebe im Festsaal Bad Doberan
Ruhiger und romantischer geht es dann zu in „Dichterliebe“ mit dem Armida Quartett und dem Bariton Benjamin Appl am Sonntag, 12. Juli, im Festsaal des Großherzoglichen Salongebäudes Bad Doberan. Robert Schumanns „Dichterliebe“ und Beethovens „An die ferne Geliebte“ erklingen um 15 Uhr nicht wie sonst mit Klavierbegleitung, sondern ganz besonders: im Zusammenspiel von menschlicher Stimme und Streichquartett.
Thomanerchor im Güstrower Dom
Am 24. Juni um 19 Uhr ist einer der weltweit ältesten Knabenchöre zu Gast im Güstrower Dom. Der Thomanerchor Leipzig bringt 800 Jahre Gesangstradition und einen Querschnitt aus Chormusik aller Epochen mit. Neben den prägenden Werken des ehemaligen Thomaskantors Johann Sebastian Bach erklingen auch Chöre von Heinrich Schütz, Thomas Tallis und vielen anderen. Die rund 80 jungen Sänger haben aber auch Werke zeitgenössischer Komponisten im Gepäck.
Connaught Brass im Klosterinnenhof Dobbertin
Das junge Blechbläser-Ensemble Connaught Brass aus Großbritannien sorgt am Donnerstag, 30. Juli, um 19 Uhr für gute Stimmung im Klosterinnenhof Dobbertin. Zuvor, um 16 Uhr, lässt sich der Trompeter der Gruppe, Aaron Kagubo, solistisch erleben und gibt damit den musikalischen Auftakt zur „Landpartie“, in deren Rahmen auch der KUNSTRAUM in Dobbertin erkundet wird.
Gipfeltreffen im Gutshaus Zarchlin
Für eine besondere Woche im August, das Festspiel-Gipfeltreffen, hat das Armida Quartett einige Festspielpreisträger-Kollegen zum gemeinsamen Musizieren eingeladen. Die Klangmöglichkeiten werden um eine Klarinette, ein Klavier und eine weitere Bratsche erweitert – gespielt von Matthias Schorn, William Youn und Nils Mönkemeyer. Vom Gutshaus Zarchlin schwärmen sie aus ins Land und frönen ihrer Leidenschaft für Klassiker und Hidden Champions der Kammermusik. In der Klosterkirche Rühn widmen sie sich am Freitag, 21. August, um 19 Uhr in unterschiedlicher Besetzung den Bezügen zwischen der Musik von György Kurtág und Robert Schumann.
Neue Spielstätten: Schloss Vietgest und Malchin
Zu den sechs neuen Spielstätten, die die Festspiele M-V in diesem Sommer ansteuern, gehört auch das Schloss Vietgest. Im romantischen Domizil der Familie Hager lädt der Preisträger in Residence, das Armida Quartett, zum Gesprächskonzert am Donnerstag, 27. August, um 19 Uhr.
Wie klingt der Himmel? Das ist am Freitag, 28. August, in Malchin in der St.-Johannis-Kirche ab 19 Uhr zu erleben. Das Firmament hat zu allen Zeiten die Fantasie der Menschen tief bewegt und große Komponisten zu ergreifenden Werken inspiriert. Mit Werken von Bach und Schütz bis Mahler und Strauss hat sich der Bundesjugendchor in die Tiefen und Weiten des Raums vorgewagt. Zuvor gibt es die Möglichkeit, nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen in die Sterne zu schauen: Im mobilen Planetarium des Weltraumphysikers Dr. Michael Danielides taucht das Publikum in eine 360°-Darstellung des Himmels ein. Eine rund 50-minütige Erlebnisreise erwartet die Besucher.
Infos und Tickets unter www.festspiele-mv.de.



