Herbert Grönemeyer entfacht Liebesrausch in der Olympiahalle
Herbert Grönemeyer hat die Fans in der ausverkauften Olympiahalle am Valentinstag in einen wahren Liebesrausch versetzt. Die Zuschauer jubelten dem Künstler frenetisch zu, und Grönemeyer schien selbst überwältigt von der Euphorie und Zuneigung, die ihm entgegenschlug. „Ihr seid ja im Liebesrausch“, rief er dem Publikum zu, während minutenlanger Applaus die Halle erfüllte.
Akustische Tournee mit besonderer Atmosphäre
Bei seiner „mittendrin - akustisch“-Tournee stand eine 360-Grad-Bühne mitten in der Halle. Fast 40 Musikerinnen und Musiker, darunter eine Band mit akustischen Instrumenten, acht Streicher und der zwanzigköpfige Chor „Ensemble Grenzenlos“, sorgten für eine üppige, aber differenzierte Klangwelt. Grönemeyer bezeichnete die Besetzung als „feines Besteck“, was besonders bei Balladen wie „Flugzeuge im Bauch“ oder „Warum“ zur Geltung kam.
Die Show verzichtete bewusst auf technische Effekte, selbst die Großleinwände blieben meist ausgeschaltet. Dadurch konzentrierte sich alles auf die Musik und die Menschen auf der Bühne. Bei Songs wie „Zeit, dass sich was dreht“ entfalteten kleine Gesten, wie das Kreisenlassen eines Drumsticks durch Schlagzeuger Armin Rühl, eine immense Wirkung.
Politische Botschaften und emotionale Höhepunkte
Neben der musikalischen Begeisterung setzte Grönemeyer auch politische Akzente. Er rief leidenschaftlich zur Verteidigung der Demokratie auf und betonte die positive Rolle von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Im Duett mit Markus Zimmermann präsentierte er das Lied „Doppelherz / Iki Gönlüm“ mit orientalischen Motiven.
Das reguläre Set endete nach eineinhalb Stunden, doch die Zugaben dauerten fast genauso lange. Highlights waren „Männer“ auf der Ukulele, ein Percussion-Solo von Mark Essien bei „Mambo“ und die Hymne „Morgen“, bei der das Publikum den Chor verstärkte. Grönemeyer zeigte sich tief bewegt: „Was Schöneres gibt’s nicht im Leben. Schöner wird’s nicht mehr.“
Ein unvergesslicher Abend voller Emotionen
Drei Stunden lang begeisterte der 69-jährige Künstler mit konditionsstarkem Auftritt, tänzelte um die Bühne und interagierte intensiv mit dem Publikum. Songs wie „Alkohol“ führten in einen kollektiven Rausch, bei dem Grönemeyer sogar die Absperrungen stürmte und sich unter die Menge mischte. Der Abend klang ruhig aus mit Stücken wie „Halt mich“ und dem „Abendlied“ von Matthias Claudius.
Mehr Zuneigung und Begeisterung schien kaum möglich, doch für alle, die nicht genug bekamen, kündigte Grönemeyer bereits zwei weitere Konzerte in der Olympiahalle für Mai 2027 an. Dieser Valentinstag wird den Fans sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.



