Groschenkonzerte in Prenzlau: Krankheit bedroht Programm – Solidarität rettet den Abend
Groschenkonzerte: Krankheit bedroht Programm – Solidarität rettet

Groschenkonzerte in Prenzlau: Krankheit bedroht Programm – Solidarität rettet den Abend

Die beliebte Kammermusikreihe „Groschenkonzert“ der Uckermärkischen Kulturagentur im Prenzlauer Dominikanerkloster stand kurz vor einem unerwarteten Rückschlag. Das geplante Programm für das 121. Konzert drohte aufgrund einer Erkrankung im Ensemble „Quartetto Premislavia“ zu platzen, doch die Solidarität unter den Musikern des Preußischen Kammerorchesters ermöglichte eine Rettung in letzter Minute.

Intensive Vorbereitungen für ein außergewöhnliches Programm

Seit Wochen hatte sich das „Quartetto Premislavia“ auf ein besonderes Konzert vorbereitet. Geplant war die Aufführung des Werkes „Entr’act“ für Streichquartett von Caroline Shaw, einer Pulitzerpreisträgerin, deren Auszeichnung in der Musikwelt ähnlich hoch angesehen ist wie der Oscar im Film oder der Nobelpreis in Wissenschaft und Literatur. Neben diesem modernen Stück sollten auch ein Spätwerk von Beethoven und die „Tango Ballett Suite“ von Astor Piazolla erklingen.

Jakub Rabizo, Mitgründer des Quartetts und stellvertretender Konzertmeister des Preußischen Kammerorchesters, hatte gemeinsam mit seinen Kollegen Tsuyoshi Moriya (Violine), Eri Sugita (Viola) und Ruiko Matsumoto (Violoncello) intensiv geprobt. Die Musiker waren hochmotiviert, das Publikum in der Uckermark mit dieser anspruchsvollen Mischung aus klassischer und zeitgenössischer Musik zu begeistern.

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Unerwartete Absage und schnelle Lösung

Doch kurz vor dem Konzerttermin musste das „Quartetto Premislavia“ überraschend absagen. Ein Mitglied des Ensembles erkrankte, sodass die geplante Aufführung nicht wie vorgesehen stattfinden konnte. Ob das Quartett die Komposition von Caroline Shaw noch in diesem Jahr präsentieren kann, bleibt vorerst ungewiss.

Dank des engen Zusammenhalts unter den Musikern des Preußischen Kammerorchesters konnte jedoch eine Alternative organisiert werden. Jakub Rabizo zeigte sich dankbar für die spontane Unterstützung seiner Kollegen, die in dieser Notsituation einspringen. „Es ist beeindruckend, wie schnell sich alle bereiterklärt haben, den Abend zu retten“, betonte Rabizo.

Neues Programm mit temperamentvollen Werken

Das 121. Groschenkonzert findet nun mit einem leicht veränderten, aber nicht minder hörenswerten Programm statt. Statt der ursprünglich geplanten Stücke stehen nun temperamentvolle Werke im Mittelpunkt:

  • Kompositionen von Scott Joplin, dem Vollender des afroamerikanischen Ragtime
  • Werke von Carlos Gardell, einem der bekanntesten Tangosänger und -komponisten des 20. Jahrhunderts
  • Stücke von Astor Piazolla, dessen Bandoneon-Spiel den Tango Nuevo und Tango Argentino weltberühmt machte

Für die musikalische Darbietung sorgen Jakub Rabizo und Astrid Kuthning (beide Violine), Anna Szosta (Bratsche), Ruiko Matsumoto (Cello) sowie Thomas Paffrath (Kontrabass). Das Konzert verspricht einen unterhaltsamen Abend in den mittelalterlichen Mauern des Refektoriums im Dominikanerkloster Prenzlau.

Große Beliebtheit und begrenzte Platzkapazität

Die „Groschenkonzerte“ erfreuen sich aufgrund ihrer intimen Atmosphäre und der Nähe zwischen Künstlern und Publikum großer Beliebtheit. Die begrenzte Platzkapazität im Refektorium führt dazu, dass Karten regelmäßig schnell vergriffen sind. Interessenten sollten sich daher zeitnah entscheiden, um dabei zu sein.

Das Konzert beginnt am Sonntag, dem 12. April, um 17 Uhr im Dominikanerkloster Prenzlau. Trotz der kurzfristigen Programmänderung bleibt die Qualität der Darbietung gewährleistet – ein Beweis für die Professionalität und Flexibilität der beteiligten Musiker.

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