Rapper Haftbefehl gesteht Drogen-Rückfall und empfiehlt Marihuana als Kokain-Alternative
Haftbefehl: Rückfall nach Netflix-Doku, empfiehlt Marihuana

Rapper Haftbefehl gesteht Drogen-Rückfall nach Netflix-Dokumentation

Die Netflix-Dokumentation "Babo: Die Haftbefehl-Story" zeigte im Oktober letzten Jahres den dramatischen Absturz des Rappers Haftbefehl durch exzessiven Drogenkonsum und seinen scheinbar erfolgreichen Entzug. Nun hat der Künstler, bürgerlich Aykut Anhan, öffentlich zugegeben, dass er rückfällig geworden ist. In der neuen Folge des Podcasts "Nina und Aykut" für RTL+ gestand der 40-Jährige: "Ich hab' einen Ultra-Fick gegeben und habe wieder angefangen zu konsumieren."

Die Folgen des Rückfalls und persönliche Tragödien

Der Rückfall hatte direkte körperliche Konsequenzen für den Rapper. Seine zwischenzeitlich operierte Nase sei "direkt wieder eingekracht", berichtete Anhan. Als Auslöser für den erneuten Drogenkonsum nannte er den Tod seines Rap-Kollegen Xatar im Mai des vergangenen Jahres. "Als ich ihn verloren habe, bin ich ins Koma gefallen", erklärte der Musiker emotional. Xatar sei sein bester Freund innerhalb des Musikgeschäfts gewesen.

Anhan leidet nach eigenen Angaben an einer bipolaren Störung und hatte schwere Depressionen. Menschen mit ähnlichen psychischen Problemen rät er dringend, sich ärztliche Hilfe zu holen. Doch neben diesem konventionellen Rat hat der Rapper noch eine weitere, deutlich umstrittenere Empfehlung parat.

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Umstrittener Tipp: Marihuana als strategischer Kokain-Ersatz

In dem Gespräch mit seiner Ehefrau Nina schlug Haftbefehl eine sogenannte Suchtverlagerung vor, um von harten Drogen wegzukommen. Konkret empfahl er den Konsum von Marihuana als strategische Alternative zu Kokain. "Wenn man ab und zu 'ne Tüte raucht, sorgt das dafür, dass man kein Kokain nehmen will", so seine umstrittene These.

Diese Empfehlung dürfte wohl kaum von medizinischen Fachkreisen oder der Ärztekammer unterstützt werden. Die Dokumentation hatte eindrücklich gezeigt, welche verheerenden Folgen der exzessive Drogenkonsum für den Rapper hatte. Am Ende des Films war Haftbefehl nach einem Klinikaufenthalt mit seinen Kindern zu sehen – mit von Kokain eingefallener Nase, aber scheinbar auf dem Weg der Besserung.

Die ungewöhnlich expliziten Bilder in der Netflix-Produktion hatten bereits bei Veröffentlichung für Gesprächsstoff gesorgt. Sie dokumentierten nicht nur den körperlichen Verfall des Rappers, sondern auch sein inneres Ringen. Nun stellt sich heraus, dass die gezeigte Läuterung nicht von Dauer war. Haftbefehl's öffentliches Geständnis und seine kontroverse Drogen-Empfehlung werfen erneut Fragen zum Umgang mit Sucht im Musikbusiness auf.

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