UNO meldet Meilenstein: Über 10 Prozent der Ozeane nun unter Schutz
10 Prozent der Ozeane unter Schutz - UNO meldet Meilenstein

UNO verkündet wichtigen Erfolg beim Meeresschutz

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat einen bedeutenden Fortschritt im globalen Meeresschutz bekannt gegeben. Aktuell sind 10,01 Prozent der Ozeane offiziell als Schutz- und Erholungsgebiete ausgewiesen. Dieser Meilenstein wurde jedoch mit zwei Jahren Verspätung erreicht, da das ursprüngliche Ziel von zehn Prozent bereits für das Jahr 2020 angestrebt worden war.

Ambitionierte Ziele für 2030 erfordern weitere Anstrengungen

Die internationale Gemeinschaft steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Bis zum Jahr 2030 sollen insgesamt 30 Prozent der Weltmeere unter Schutz gestellt werden. Nach Berechnungen der UNEP fehlt dafür aktuell noch ein Gebiet von etwa der Größe des Indischen Ozeans. Grethel Aguilar, Generaldirektorin der Weltnaturschutzunion (IUCN), betonte die existenzielle Bedeutung der Ozeane: "Die Ozeane sind Oasen der Biodiversität, die Nahrung, Ressourcen und Lebensgrundlagen für Millionen von Menschen bieten und für das Überleben und die Gesundheit der Menschheit von entscheidender Bedeutung sind."

Ungleiche Verteilung und mangelnde Kontrolle

Ein Uno-Bericht aus dem Jahr 2025 zeigt zwar wichtige Fortschritte in den vergangenen Jahren, weist jedoch auf erhebliche Ungleichgewichte hin:

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  • Die meisten Schutzmaßnahmen konzentrieren sich auf nationale Gewässer der Mitgliedstaaten
  • Internationale Gewässer auf hoher See, die mehr als 60 Prozent der Weltmeere ausmachen, sind nur zu 1,6 Prozent als Schutzgebiete ausgewiesen
  • Viele Meeresschutzgebiete werden nicht aktiv verwaltet, was bedeutet, dass Schutzbestimmungen oft nicht kontrolliert werden

Neuer Hochseevertrag als Hoffnungsträger

Im Januar trat der Uno-Hochseevertrag in Kraft, das erste internationale Abkommen, das sich speziell auf den Schutz der Biodiversität in den Ozeanen konzentriert. Nach fast 20-jährigen Verhandlungen bietet dieses Abkommen einen Rechtsrahmen für:

  1. Den Schutz des Meereslebens auf hoher See und in der Tiefsee
  2. Die Förderung nachhaltiger Nutzung der Meeresressourcen
  3. Die gerechte Aufteilung der Vorteile aus dem in Tiefseearten vorkommenden genetischen Material

Dieser Vertrag gilt als entscheidender Schritt zum Schutz jener Gebiete, die außerhalb der nationalen Hoheitsgewalt einzelner Länder liegen und bisher kaum geschützt waren.

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