Feldhamster-Überlebensstudie: Welche Persönlichkeitstypen haben die besten Chancen?
Feldhamster-Studie: Welche Persönlichkeit überlebt besser?

Feldhamster-Überlebensstudie: Welche Persönlichkeitstypen haben die besten Chancen?

Feldhamster stehen auf dem Speiseplan zahlreicher natürlicher Feinde, darunter Greifvögel und Füchse. Zusätzlich haben sich ihre Lebensbedingungen in vielen Regionen erheblich verschlechtert. Die entscheidende Frage lautet nun: Welche Individuen kommen mit diesen Herausforderungen am besten zurecht? In der ehrenamtlich betriebenen Artenschutzstation Koldingen bei Hannover startet heute eine umfassende Verhaltensforschung zu den vom Aussterben bedrohten Feldhamstern.

Dreijähriges Forschungsprojekt zur Tierpersönlichkeit

Nina Lipecki, Vorsitzende des Vereins AG Feldhamsterschutz Niedersachsen, kündigte das ambitionierte Projekt an, das in Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim umgesetzt wird. „Wir untersuchen, wie individuelle Unterschiede in der Tierpersönlichkeit sich auf die Überlebenswahrscheinlichkeit auswirken, insbesondere wenn die Tiere ausgewildert werden“, erklärte Anja Günther, Professorin für Zoologie und Tierökologie am Institut für Biologie der Universität Hildesheim. Die zentrale Fragestellung lautet: „Wer kann sich erfolgreich etablieren?“

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben wird verschiedene Persönlichkeitstypen unter den Feldhamstern analysieren:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Besonders vorsichtige Individuen
  • Eher forsche und mutige Exemplare
  • Innovative Tiere mit ungewöhnlichen Verhaltensweisen

Bei heranwachsenden Feldhamstern könnten Umweltfaktoren wie Tageslänge und Nahrungsverfügbarkeit das Verhalten zusätzlich beeinflussen, was in die Studie einfließen wird.

Aufbau eines Zuchtstamms für Niedersachsen

Parallel zur wissenschaftlichen Forschung verfolgt die Artenschutzstation Koldingen ein weiteres wichtiges Ziel: den Aufbau eines eigenständigen Feldhamster-Zuchtstamms für Niedersachsen. Im April sollen neun Weibchen verpaart werden, wie Nina Lipecki mitteilte. Mit dem ersten Nachwuchs ist bereits im Mai zu rechnen, was die Population der bedrohten Art nachhaltig stärken soll.

Die Kombination aus wissenschaftlicher Verhaltensforschung und praktischem Artenschutz macht dieses Projekt zu einem wegweisenden Vorhaben für den Erhalt der Feldhamster in Deutschland. Die Ergebnisse könnten nicht nur für diese spezielle Art, sondern für zahlreiche andere bedrohte Tierarten von Bedeutung sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration