Höfner-Insolvenz überwunden: Traditionsmarken mit neuem Besitzer gesichert
Höfner-Insolvenz gelöst – Marken bleiben erhalten

Höfner-Insolvenz gelöst – Traditionsmarken bleiben erhalten

Für den traditionsreichen Musikinstrumentenhersteller Höfner, der durch den legendären Beatles-Bass weltweit bekannt ist, gibt es eine positive Zukunftslösung. Bereits kurz nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens konnte ein Käufer gefunden werden, wie der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Hubert Ampferl, mitteilte. Die GEWA music GmbH mit Sitz im sächsischen Adorf übernimmt ab dem 1. April den Geschäftsbetrieb und führt den Standort im fränkischen Baiersdorf als Betriebsstätte weiter.

Arbeitsplätze und Marken gesichert

Diese Übernahme sichert den Erhalt von 24 Arbeitsplätzen sowie der weltweit renommierten Marken Höfner und Paesold. Die Streetlife Music GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft von Thomann und GEWA, übernimmt die beiden Marken, wodurch sie langfristig weitergeführt werden können. Die handwerkliche Kompetenz bleibt in Baiersdorf erhalten, sodass Instrumente wie die berühmten Beatles-Bässe, Streichinstrumente und Bögen weiterhin dort gefertigt werden.

Vertriebsrechte neu geregelt

Die Vertriebsrechte für Instrumente und Zubehör der Marke Höfner liegen künftig exklusiv in Europa bei der Thomann GmbH und für Länder außerhalb Europas bei der GEWA music GmbH. Zudem hat die GEWA music GmbH die Vertriebsrechte für die Marke Paesold weltweit. Dies stellt eine klare Struktur für den zukünftigen Vertrieb der Produkte dar.

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Historischer Hintergrund und Beatles-Bass

Über das Vermögen der Karl Höfner GmbH & Co. KG, die auf eine über 130-jährige Unternehmensgeschichte zurückblickt, war am 1. März das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zuletzt sorgte ein Bass-Gitarre aus Baiersdorf, die von Ex-Beatle Paul McCartney gespielt wurde, für Medienecho. Das als Beatle bass bekannte Instrument, auf dem Sir Paul unter anderem die ersten beiden Alben der legendären britischen Band einspielte, war seit 1972 vermisst worden – vermutlich gestohlen.

Vor etwa zwei Jahren tauchte das berühmte Instrument wieder auf, nachdem sich auch der fränkische Hersteller in die Suche eingeschaltet hatte. Diese Episode unterstreicht die kulturelle Bedeutung der Höfner-Produkte und die Verbindung zur Musikgeschichte.

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