Ex-Frau Janine White spricht über Jack Whites Tod: Schock über verheimlichte Suizidversuche
Janine White: Schock über Jack Whites verheimlichte Suizidversuche

Ex-Frau Janine White zum Tod von Jack White: "Haben immer gelesen, wie glücklich er ist"

Sie erfuhren Vieles nur noch über die Presse: Die AZ traf die Ex-Frau des verstorbenen Musikproduzenten Jack White in München. Janine White spricht über ihre Zeit mit dem legendären Komponisten und den Schock über die Nachricht seines Todes.

Ein Konzertabend mit prominenter Gästin

In Musiker-Kreisen gilt er schon jetzt als der "junge Karajan". Und der, alias Maximilian Haberstock, wie der 21-jährige Münchner Dirigent eigentlich heißt, begeisterte mit seinem Taktstock am Donnerstagabend die Münchner Schickeria. Auf Einladung des Unternehmerpaars Julia und Bernhard Frohwitter, die Haberstock und sein Junges Philharmonisches Orchester München als Mitglieder im Kuratorium fördern und unterstützen, sowie der Mutter des Dirigenten, Elif Haberstock, strömten zahlreiche prominente Münchner Gesichter in den Herkulessaal der Residenz.

Unter ihnen auch Janine White, Patentante des Dirigenten und Ex-Frau der verstorbenen Musikproduzenten-Legende Jack White, bekannt für Hits wie "Looking for Freedom". Janine White und Elif Haberstock lernten sich 1994 bei der Bertelsmann Music Group kennen, für die White damals als Songwriterin tätig war. "Sie dachte, ich käme aus Brasilien, ich dachte, sie kommt aus Indien", erinnert sich White, die zum Konzert eine Tasche mit einem Foto ihrer beiden Töchter mit sich trug.

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Eine enge Freundschaft und getrennte Wege

Die beiden Frauen kamen ins Gespräch und stellten fest: Sie haben eine Gemeinsamkeit - ihre türkischen Wurzeln. Eine enge Freundschaft entstand, die dazu führte, dass die AZ die stolze Patentante beim Konzert des 21-jährigen Musiktalents in München traf. Von ihrem bekannten Ex-Mann lebte Janine White bereits seit 2010 getrennt: Das Paar gab sich 1993 das Ja-Wort, das Glück perfekt machten später die beiden Töchter Gloria und Ella.

17 Jahre später trennte sich Janine White, die in Berlin lebt, dann von ihrem Jack, der mit bürgerlichem Namen Horst Nußbaum hieß. Sie ist seit 2017 mit Unternehmer Andreas Rüter verheiratet und arbeitet heute als Mental-Coach.

Schock über verheimlichte Suizidversuche

Jack White beging im Herbst vergangenen Jahres im Alter von 85 Jahren Suizid und hinterließ sieben Kinder aus vier Ehen. Die Nachricht vom Tod ihres Ex-Mannes setzte Janine White damals "komplett unter Schock", sagt sie der AZ. "Ich bin seit 16 Jahren von ihm getrennt und wusste nicht, dass er die letzten zehn Jahre schon mehrfach versucht hat, sich umzubringen."

Das hätten weder sie noch Jack Whites andere drei Kinder aus den ersten beiden Ehen des Produzenten gewusst. "Wir waren ja komplett abgeschottet von den Informationsquellen. Stattdessen haben wir in der Presse immer gelesen, wie glücklich er ist." Erst vor wenigen Wochen hatte Jack Whites Witwe und vierte Frau, Rafaella Nußbaum, öffentlich gemacht, dass es bereits zuvor mehrere Suizidversuche gab, die in der Öffentlichkeit zunächst als Sturz und Schlaganfall dargestellt wurden.

Abgeschottet vom neuen Leben

White und seine über 40 Jahre jüngere Frau heirateten 2015 und bekamen zwei Kinder. Kurz vor seinem Tod gab Rafaella Nußbaum dann die Trennung von Jack White bekannt. Zu ihrem Vater hätten Janine Whites Töchter hingegen zuletzt nur noch sporadisch Kontakt gehabt: "Wir haben dann auch über die Presse erfahren, dass er geheiratet hat oder dass ein Kind zur Welt gekommen ist. Er hatte eben sein neues Leben mit seiner jungen Familie."

White bleibt ungläubig zurück: "Ich war 20 Jahre mit ihm zusammen, Tag und Nacht und er hatte nie Suizidgedanken. Als ich 2010 ging, stand er noch voll im Saft. Er muss sehr unglücklich gewesen sein."

Anmerkung der Redaktion: In der Regel berichtet die AZ nicht über Selbsttötungen - es sei denn, die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie bei rund um die Uhr und kostenlos bei der Telefonseelsorge: 0800 /111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

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