Mit einem umjubelten Konzert verabschiedeten sich die Abiturienten des Musik-Leistungskurses in der Aula des Demminer Goethe-Gymnasiums noch einmal vom Publikum. Die Musikschüler hatten dafür selbständig ein abwechslungsreiches Programm mit Werken vom Barock bis zum Rock zusammengestellt. Dabei stand der Gesang im Vordergrund.
Musik bleibt wichtig auch nach dem Abitur
Ein bisschen Abschiedsschmerz war auch dabei, als die Zwölftklässler nun zum letzten Mal auf das Podium traten. „Ich mochte den Musikbereich am Gymnasium sehr“, erklärte Lelle Kabuß, die die Zuhörer nicht nur in Demmin mit ihrem virtuosen Blockflötenspiel schon mehrfach begeistert hat. „Es war wunderbar, mit musikalischen Menschen zusammen zu sein. Und ich will auf jeden Fall weiter Blockflöte spielen. Nach dem Abitur mache ich ein freiwilliges soziales Jahr, auf jeden Fall bleibt die Musik mein Begleiter.“
„Die Verabschiedung dieses Jahrganges fällt besonders schwer“, bestätigte Musiklehrer und Chorleiter Stefan Müller. „All diese Jugendlichen sangen auch im Jugend- und Kammerchor mit. Es sind tolle junge Menschen, die ich vermissen werde.“ Doch erst einmal starteten die Schüler mit Schwung in ihr letztes Klassenkonzert.
Ein abwechslungsreiches Programm
Unter Leitung von Stefan Müller eröffnete der Chor mit „Kantate, jubilate“ das Programm. „Für dieses Konzert hat sich jeder Teilnehmer einen Titel ausgesucht“, erläuterte Carl Kurth, der als Sänger und Pianist auftrat. „Parallel bereiteten sich alle Mitstreiter auf die in den Abiturprüfungen geforderten Titel vor. Deshalb haben wir uns diesmal für die sanften Töne entschieden.“
So sang Morgaine Peach mit ihrem klaren Sopran Franz Schuberts „Ave Maria“. Am Klavier wurde sie dabei von Musiklehrerin Silke Vogler begleitet. Und für ihren Auftritt erhielt sie von den Besuchern in der voll besetzten Aula viel Beifall. Hannah Zirch eroberte mit dem Song „Run“ die Herzen der Zuhörer, am Klavier war diesmal Carl Kurth.
Hannah Zirch und Jil Salewski trugen zwar kein rotes Kleid, aber Pedro Santos‘ „Lady in Red“ machten sie zum Ohrenschmaus. Gefühlvoll legten die Schülerinnen dann mit „Oceans“ nach; Jil Salewski und Selma Bahls sangen, und Hannah Zirch spielte dazu Klavier.
Instrumentale Höhepunkte
Das Klavier in der Aula war auch als Solo-Instrument gefragt. Marlon Spiecker begeisterte mit einem der „Lieder ohne Worte“ von Felix Mendelsohn Bartholdy. Poetisch ging es dann weiter mit einer Romanze von Robert Schumann, die Charlotte Kalinowski spielte.
Der Titel „Nur ein Wort“, gesungen von Alwine Braatz, ging unter die Haut. Lang anhaltender Beifall belohnte die junge Sängerin. Ihre Vielseitigkeit bewies anschließend noch einmal Hannah Zirch, als sie Carl Kurth bei „One more light“ auf dem Klavier begleitete.
Besonderen Beifall verdiente sich Lelle Kabuß, die auf einer Blockflöte brillant musizierte. Weiteren solistischen Gesangsdarbietungen folgte dann das Finale, getragen wieder vom blitzsauber singenden Chor, der mit Klavierbegleitung von Silke Vogler Robert Schumanns „Zigeunerlied“ und schließlich „One Moment in Time“ sang – was auch vom Text her perfekt zu diesem Moment passte.
Zwischen Abitur und Studium: Auslandsjahr geplant
Doch wie geht es für die Jugendlichen weiter, nach dem Abitur? „Ich war acht Jahre an diesem Gymnasium“, sagte Carl Kurth. „Besonders viel hat mir das Chorsingen gegeben. Die Mitschüler und Lehrer werden mir fehlen.“ Nach den Prüfungen werde er erst einmal ein Auslandsjahr einlegen, kündigte der Schüler an. Und danach möchte er entweder Musik oder Medizin studieren.
Hannah Zirch weiß schon genau, was ihr nächster Schritt sein wird: „Voraussichtlich im Oktober dieses Jahres werde ich in Rostock ein Studium für Lehramt Musik antreten“, erklärte sie. „Der Musikunterricht am Goethe-Gymnasium und die Konzerte in den letzten Jahren waren wunderbar. Durch den anderen Schulstoff musste man durch. Ich denke gern an diese Zeit zurück.“



