Einen sehr langen und herzlichen Beifall erntete die Neue Philharmonie MV unter der Leitung von Andreas Schulz bei ihrem Frühlingskonzert in Demmin. In der voll besetzten Bartholomaei-Kirche feierte das Publikum die jungen Musiker mit stehenden Ovationen. Das Programm, das unter dem Motto „Stadt.Land.Klassik!“ stand, überzeugte mit Schwung und Lebensfreude.
Lutz Schumacher dankt Förderern und Ehrenamtlichen
Lutz Schumacher, Geschäftsführer der Nordkurier-Mediengruppe, führte durch den Abend und zeigte sich dankbar: „Wir sind immer sehr froh darüber, dass wir in dieser Kirche musizieren dürfen.“ Sein Dank galt der Evangelischen Kirchengemeinde und Kirchenmusikdirektor Prof. Thomas Beck. Besonders herzlich begrüßte er knapp hundert Ehrenamtliche aus der Region, denen der Sponsor Edis den Konzertbesuch ermöglicht hatte. Als Vorsitzender des Nordkurier-Leserhilfswerkes nutzte Schumacher die Gelegenheit, um allen Unternehmen und Privatpersonen zu danken, die das Hilfswerk seit über 30 Jahren mit Spenden und Engagement unterstützen.
Beethovens „Pastorale“ begeistert mit Klangmalerei
Das erste Werk des Abends war Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6, die „Pastorale“. Schumacher erläuterte, dass die Sinfonie mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei sei, aber dennoch Klangeffekte wie das Murmeln eines Bächleins, Vogelrufe oder Donnergrollen deutlich hörbar seien. Die Neue Philharmonie MV gestaltete diese musikalische Landpartie mit viel Freude an der Klangmalerei, was das Publikum mit fröhlichem Applaus quittierte.
Neues Bratschenkonzert mit Ausdruckskraft
Nach der Pause stand Lutz Schumachers eigenes Konzert für Viola und Orchester (Opus 3) auf dem Programm. Schumacher, der seit seiner Schulzeit Musik als mehr als nur ein Hobby betreibt, bewies mit diesem Werk das Ausdrucksvermögen der oft unterschätzten Bratsche. Die Solistin Luz Elisabeth Sánchez übernahm den Solo-Part und zeigte sich begeistert von der Kirche: „Diese Kirche inspiriert mich. Der Klang steigt auf bis zum Himmel.“ Sie lobte die kammermusikalischen Elemente und die Farbenvielfalt des Konzerts. Besonders die Akustik in der Bartholomaei-Kirche bereitete ihr Freude.
Rossinis Ouvertüre begeistert zum Finale
Den Abschluss bildete die Ouvertüre zu Gioachino Rossinis Oper „Wilhelm Tell“. Die Musiker zogen noch einmal alle Register: Von der großen Kantilene in den tiefen Streichern bis zum rasanten Galopp im Finale beeindruckten sie mit herrlichem Klang und Spielfreude. Das Publikum riss es von den Sitzen – nach dem letzten Ton gab es begeisterten Applaus und Jubel.



