Schlagersänger Olaf Berger erinnert sich an Manager und dramatischen Unfall
Der bekannte DDR-Schlagersänger Olaf Berger (62) war am 13. März zu Gast in der MDR-Talkshow Riverboat bei Kim Fisher (56) und Wolfgang Lippert (74). In dem Gespräch blickte der Künstler nicht nur auf seine erfolgreiche Karriere nach der Wende zurück, sondern schilderte auch einen schrecklichen Verkehrsunfall, der sich auf der Autobahn bei Gera ereignete.
Manager Hartmut Proft als treibende Kraft der Karriere
Olaf Berger betonte die besondere Bedeutung seines langjährigen Managers Hartmut Happy Proft († 56) für seinen beruflichen Werdegang. Er war der bissige Hund, den man manchmal braucht, beschrieb Berger die Rolle seines Managers. Proft habe sich stets bis zum Letzten für seinen Schützling eingesetzt und war bekannt dafür, dass er bei Veranstaltungen als Letzter ging, während alle anderen bereits aufgebrochen waren.
Die Zusammenarbeit dauerte fast 22 Jahre an, bis Proft viel zu früh im Alter von 56 Jahren verstarb. Wir waren wie Latsch und Bommel, erinnerte sich Berger emotional an die enge Verbindung zu seinem Manager. Nach der Wende waren die beiden ständig in ganz Deutschland unterwegs, um die zahlreichen Auftritte des Sängers wahrzunehmen.
Die gefährliche Matratzen-Lösung im Pontiac
Um Berger zwischen den Auftritten Erholung zu ermöglichen, hatte Manager Proft eine besondere Einrichtung im Auto geschaffen. In der Pontiac-Großraumlimousine wurde eine Matratze platziert, auf der sich der Sänger ausruhen konnte. Allerdings war diese Lösung nicht verkehrssicher, wie sich später herausstellen sollte.
Berger schilderte, wie er sich kurz vor dem Unfall Gedanken darüber machte, in welcher Position er sich auf der Matratze niederlassen sollte. Mir schoss durch den Kopf: Am Ende schläfst du hier ein und wirst nie wieder munter, so die beunruhigende Vorahnung des Sängers.
Der schreckliche Unfall mit der Wildschweinherde
Nur drei Minuten nach diesen Gedanken kam es zur Katastrophe. Da haben wir uns mit dem Auto überschlagen und sind in eine Wildschweinherde gefahren, auf der Autobahn in der Nähe von Gera, erzählte der 62-Jährige. Sein Manager rief während des Unfalls nur noch: Ihr Schweine, ihr Schweine.
Glücklicherweise ging der Unfall für beide Insassen glimpflich aus. Berger brach sich nur den Mittelfußknochen, während sein Kopf unverletzt blieb. Er vermutet, dass die richtige Liegeposition auf der Matratze dazu beigetragen hat, dass es nicht zu schwereren Verletzungen kam. Erstaunlicherweise stand der Schlagersänger bereits am nächsten Tag nach einem kurzen Krankenhausbesuch wieder auf der Bühne.
Kim Fishers Enttäuschung über fehlende Frauengeschichten
Während des Gesprächs im Riverboat wollte Moderatorin Kim Fisher mehr über das Privatleben des Sängers erfahren. Die Mädels müssen doch verrückt geworden sein. Ich will jetzt mal endlich hören: Was ist denn da wirklich abgegangen?, fragte sie neugierig.
Doch Berger enttäuschte ihre Erwartungen: Ganz wenig ist da mit Frauen abgegangen, antwortete er bestimmt. Er betonte, dass er stets in festen Beziehungen gelebt habe und in seinem Leben nur zwei oder drei bedeutende Frauen gehabt habe. Mit einer davon sei er bis heute verheiratet. Ich bin total enttäuscht, gab Kim Fisher zu, die ganz andere Geschichten erwartet hatte.
Die Sendung bot somit nicht nur Einblicke in die Karriere des DDR-Schlagersängers, sondern auch in eine dramatische Episode aus seinem Leben, die beinahe tragisch hätte enden können.



