Chemnitzer Opern-Inszenierung „Rummelplatz“ erhält bedeutende Auszeichnung
Die Chemnitzer Opern-Uraufführung „Rummelplatz“ sorgt weiterhin für überregionale Begeisterung und Anerkennung. Bei einer festlichen Gala in Regensburg wurde die herausragende Inszenierung mit dem prestigeträchtigen „Oper! Award“ in der Kategorie „Bestes Festival“ geehrt. Die Jury lobte ausdrücklich, dass das Theater Chemnitz mit der Vertonung eines Stücks Weltliteratur, das in der Region angesiedelt ist, einen Riesenerfolg erzielt habe.
Ausverkaufte Vorstellungen und zusätzliche Termine
Seit der Premiere im September erfreut sich die Oper eines enormen Zuspruchs beim Publikum. Laut Angaben des Theaters waren sämtliche bisherigen Vorstellungen komplett ausverkauft, was zur Anberaumung zahlreicher Zusatztermine führte. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage sind auch für die kommende Spielzeit 2026/2027 weitere Aufführungen geplant. Dies unterstreicht die außergewöhnliche Resonanz, die das Stück sowohl lokal als auch überregional hervorruft.
Handlung basiert auf Roman über Uranbergbau in der DDR
Die Oper basiert auf dem gleichnamigen Roman von Werner Bräunig und thematisiert den Uranbergbau im Erzgebirge vor dem Hintergrund des atomaren Wettrüstens zwischen Ost und West nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Autorin Jenny Erpenbeck und der Komponist Ludger Vollmer haben den literarischen Stoff meisterhaft für die Opernbühne adaptiert, wodurch eine tiefgründige und emotionale Auseinandersetzung mit der historischen Thematik ermöglicht wird.
Weitere Preisträger der Oper! Award-Gala
Die undotierte Auszeichnung wurde von der Fachzeitschrift „Oper!“ verliehen. Während der Gala wurden weitere bedeutende Ehrungen vorgenommen: Das Theater Regensburg wurde als „Bestes Opernhaus des Jahres“ ausgezeichnet. Die Staatskapelle Berlin mit Generalmusikdirektor Christian Thielemann erhielt den Preis als „Bestes Orchester“, und Barrie Kosky wurde in der Kategorie „Bester Regisseur“ geehrt. Den Preis für die „Beste Aufführung“ sicherte sich Opernstar Cecilia Bartoli, Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, für „Hotel Metamorphosis“. Als „Beste Wiederentdeckung“ wurde „Die toten Augen“ des Theaters Altenburg-Gera gewürdigt.
Die Jury betonte zudem, dass es dem Theater Chemnitz im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres gelungen sei, trotz begrenzter finanzieller Mittel eine vielversprechende und qualitativ hochwertige Uraufführung zu realisieren. Dieser Erfolg unterstreicht die künstlerische Exzellenz und das Engagement des Hauses, das mit „Rummelplatz“ einen bleibenden Beitrag zur deutschen Opernlandschaft leistet.



