Sasha Waltz kehrt nach 18 Jahren als Tänzerin auf die Bühne des Radialsystems zurück
Die berühmte Tänzerin und Choreographin Sasha Waltz steht ab März 2026 wieder als aktive Performerin im Berliner Radialsystem auf der Bühne. Dies markiert ihr erstes festes Engagement in einem Stück an diesem Ort seit satten 18 Jahren. Bei einer Pressekonferenz im ehemaligen Pumpwerk an der Spree verriet die 62-Jährige die Beweggründe für ihr beeindruckendes Comeback.
Ein lang gehegter Wunsch wird Wirklichkeit
„Ich hatte mir vorgenommen, dass ich, wenn ich 60 bin, wieder anfangen möchte. Das habe ich jetzt auch geschafft“, erklärte Waltz mit sichtlicher Freude. Die gebürtige Karlsruherin, die seit langem in Berlin lebt und arbeitet, gestand, dass sie sich eigentlich in fast jedem ihrer Stücke vorgenommen habe, selbst mitzutanzen. „Nun hat es endlich geklappt“, fügte sie hinzu.
Die Premiere des neuen Werks mit dem Titel „for the time being“ ist für den 10. März angesetzt. Waltz teilt sich die Bühne mit etwa sechs weiteren Tänzerinnen und Tänzern ihres Ensembles Sasha Waltz & Guests, das als eine der bedeutendsten Institutionen für zeitgenössischen Tanz in Deutschland gilt.
Improvisation und kollektives Erleben im Fokus
Das Stück konzentriert sich auf das kollektive Erleben von Momenten. Die Tänze sind komplett improvisiert, und bewusst wurde auf ein Bühnenbild verzichtet. „Es geht um die Körper und das Erleben im Augenblick“, erläuterte Waltz das Konzept. Diese Entscheidung unterstreicht die Authentizität und Unmittelbarkeit der Performance.
Das Publikum wird in das Geschehen aktiv einbezogen:
- Die Zuschauer sitzen um die Tanzfläche herum, was eine intime Atmosphäre schafft.
- Bewegungen oder Geräusche aus dem Publikum können spontan in den Tanz und die Musik des Komponisten Diego Noguera integriert werden.
- Auf der Internetseite des Radialsystems werden die Gäste gebeten, vor Betreten des Raumes die Schuhe auszuziehen und keine Mobiltelefone mitzunehmen, um Störungen zu vermeiden.
Diese Maßnahmen sollen eine ungestörte, immersive Erfahrung ermöglichen, bei der die Grenzen zwischen Performern und Publikum bewusst verwischt werden.
Ein bedeutendes Ereignis für die Berliner Kulturszene
Die Rückkehr von Sasha Waltz als aktive Tänzerin im Radialsystem ist ein Highlight für die Berliner Kulturlandschaft. Ihr Ensemble hat über die Jahre internationalen Ruhm erlangt und prägt maßgeblich die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes. Mit „for the time being“ setzt Waltz nicht nur ein persönliches Zeichen, sondern bereichert auch das kulturelle Angebot der Hauptstadt um eine einzigartige, interaktive Performance.
Fans und Tanzbegeisterte können sich auf eine außergewöhnliche Vorstellung freuen, die die Essenz des Augenblicks und die Kraft der Improvisation feiert. Die Premiere am 10. März verspricht, ein unvergessliches Erlebnis zu werden, das die Grenzen traditioneller Tanzaufführungen neu definiert.



