Das Anhaltische Theater in Dessau erlebt einen fulminanten Start in die neue Ballettsaison: Mit Tschaikowskis „Schwanensee“ hat Ballettchef Stefano Gianetti einen echten Publikumsmagneten auf die Bühne gebracht. Schon das Flüstern des Titels an der Abendkasse sorgt für volle Ränge, wie man dort augenzwinkernd verrät. Selbst das für Dessau eigentlich etwas zu große Haus, das sonst nur beim Weill-Festival wirklich ausverkauft ist, füllt sich bei diesem Klassiker.
Ein romantischer Dauerbrenner
Der große romantische Dauerbrenner der Ballettgeschichte zieht auch diesmal wieder alle Register. Die Anhaltische Philharmonie spielt unter der Leitung von Kapellmeister Svetoslav Borisov im Orchestergraben und demonstriert dabei ihre Klasse. Das Ensemble nutzt den Vorzug, mit der Musik ein akustisch passendes Haus zu füllen und die Zuschauer in die Welt des Balletts zu entführen.
Gianettis Interpretation
Stefano Gianetti, der Ballettchef des Hauses, hat mit seiner Version von „Schwanensee“ eine Flucht in den Tanz geschaffen, die das Publikum begeistert. Die Inszenierung verbindet traditionelle Elemente mit frischen Akzenten und zeigt die ganze Bandbreite des klassischen Balletts. Die Tänzerinnen und Tänzer überzeugen mit technischer Perfektion und emotionaler Ausdruckskraft.
Die Aufführungen sind ein Highlight der Spielzeit und ziehen Besucher aus der gesamten Region an. Wer Karten ergattern möchte, sollte sich beeilen, denn die Nachfrage ist enorm. Das Anhaltische Theater beweist einmal mehr, dass es ein wichtiger kultureller Anziehungspunkt in Dessau ist.



