Baerbock trägt olympische Fackel für UN bei Winterspiel-Eröffnung in Mailand
Baerbock trägt olympische Fackel für UN in Mailand

Grünen-Politikerin repräsentiert UN bei historischer Zeremonie

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hatte eine besondere Ehre bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien. Als aktuelle Vorsitzende der UN-Generalversammlung trug die Grünen-Politikerin die olympische Flamme durch die Straßen Mailands und vertrat damit die Vereinten Nationen bei der feierlichen Zeremonie.

Von Trampolin-Bronze zur olympischen Fackel

Für die 45-jährige Politikerin war dies eine besondere Erfahrung, hatte sie doch in ihrer Jugend selbst als Leistungssportlerin Trampolinturnen betrieben und bei Deutschen Meisterschaften Bronze gewonnen. Den Sprung zu Olympischen Spielen als Athletin hatte es damals nicht gereicht, doch nun konnte sie auf andere Weise Teil des olympischen Geistes werden.

In einem auf Instagram geteilten Video ist zu sehen, wie Baerbock die olympische Fackel vom ehemaligen chinesischen Basketball-Star Yao Ming überreicht bekommt und anschließend in einem offiziellen Olympia-Sportanzug gekleidet durch Mailand läuft. „Ich hatte die Ehre, die olympische Flamme für die Vereinten Nationen zu tragen“, erklärte Baerbock in dem Beitrag.

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Symbol für internationale Zusammenarbeit

In ihren sozialen Medien betonte die Außenministerin die symbolische Bedeutung der Olympischen Spiele in schwierigen globalen Zeiten. „In einer Zeit globaler Fragmentierung erinnern uns die Olympischen Winterspiele in Milano Cortina an unsere gemeinsame Zugehörigkeit zur Menschheit – und daran, was möglich ist, wenn wir uns an dieselben Regeln halten“, schrieb Baerbock auf Englisch.

Sie fügte hinzu: „Gerechtigkeit, Respekt und ein gemeinsames Ziel leiten jeden Wettbewerb, genauso wie sie die internationale Zusammenarbeit untermauern.“ Diese Worte unterstreichen die diplomatische Dimension ihres Engagements bei den Spielen.

Historische Winterspiele mit weiblicher Führung

Besonders hervor hob Baerbock in ihrer Mitteilung die geschlechtergerechte Ausrichtung dieser Olympischen Winterspiele. Zum ersten Mal in der Geschichte wird das Internationale Olympische Komitee von einer Frau, Kirsty Coventry, geleitet. Zudem stellen Frauen 47 Prozent der teilnehmenden Athletinnen und Athleten.

„Die geschlechtergerechtesten Olympischen Winterspiele der Geschichte“, kommentierte die deutsche Außenministerin diesen Fortschritt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Eröffnungszeremonie wider, die am Freitagabend gleichzeitig in Mailand und Cortina d'Ampezzo stattfand.

Doppelte Feuerzündung als Novum

Ein weiteres historisches Element dieser Spiele war die erstmalige gleichzeitige Zündung des olympischen Feuers an zwei verschiedenen Orten. Am Mailänder Friedensbogen übernahmen die italienischen Ski-Legenden Alberto Tomba und Deborah Compagnoni diese Ehre, während im Zentrum von Cortina d'Ampezzo die italienische Ski-Olympiasiegerin Sofia Goggia das Feuer entzündete.

Insgesamt nehmen Athletinnen und Athleten aus 93 Nationen an den Olympischen Winterspielen 2026 teil, die bislang durch diese besonderen symbolischen Handlungen und die prominente Beteiligung internationaler Persönlichkeiten wie Annalena Baerbock geprägt sind.

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