Bundeswehr fliegt gestrandete Deutsche aus: Außenminister Wadephul bringt Familien in Sicherheit
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat während seines Besuchs in Doha, Katar, eine humanitäre Mission koordiniert, um gestrandeten deutschen Staatsbürgern die Heimreise zu ermöglichen. Der Minister nutzte eine Militärmaschine der Bundeswehr vom Typ A400M, um drei Familien mit Kindern von Doha nach Riad in Saudi-Arabien zu transportieren.
Familien saßen wegen Iran-Konflikt fest
Die betroffenen Familien waren aufgrund des eskalierenden Iran-Kriegs in der Region festgesetzt und konnten nicht auf regulären Wegen ausreisen. Durch den Bundeswehr-Flug entfiel für sie eine beschwerliche Busreise über Land, die etwa 14 Stunden gedauert hätte. An Bord des Flugzeugs befanden sich neben den zehn Touristen auch ein Bundeswehrangehöriger, der sich dienstlich in der Region aufhielt.
Auswärtiges Amt organisiert weitere Sonderflüge
Von Riad aus soll die Gruppe mit einem von der Bundesregierung organisierten Sonderflug weiter nach Deutschland reisen. Das Auswärtige Amt hat bereits am vergangenen Sonntag mehr als 180 Menschen mit einem Sonderflug nach Berlin gebracht. Zuvor waren Bustransporte aus Doha arrangiert worden. Ein weiterer Flug ist für den morgigen Donnerstag geplant.
Außenminister Wadephul zeigte sich erleichtert über die erfolgreichen Evakuierungsmaßnahmen: „Sie sind nun fast alle wieder auf dem Heimweg oder schon wieder in Sicherheit zu Hause.“ Der Minister fügte hinzu: „Bereits über 1100 deutsche Staatsangehörige konnten wir mit fünf Sonderflügen, die das Auswärtige Amt gechartert hat, nach Hause holen.“
Vierstellige Zahl Deutscher verlässt Katar
Das Auswärtige Amt hat in den vergangenen Tagen alle in Katar gestrandeten Deutschen kontaktiert, die um Unterstützung bei der Ausreise gebeten hatten. Demnach konnte bereits eine vierstellige Zahl Deutscher das Emirat verlassen. Gleichzeitig nahm das kommerzielle Flugangebot aus der Region in den letzten Tagen wieder zu, und Reisende können auch den Landweg nach Saudi-Arabien wählen, um von dort nach Deutschland zu fliegen.
Hilfe-Hotline verzeichnet hohes Aufkommen
Am 1. März richtete das Auswärtige Amt eine spezielle Hilfe-Hotline ein, die seitdem täglich Anrufe im dreistelligen Bereich verzeichnete. Das höchste Aufkommen gab es am Mittwoch, dem 4. März, mit knapp 600 Anrufen. Mittlerweile sind die Anrufzahlen wieder auf einen zweistelligen Bereich gesunken, was auf den Erfolg der Evakuierungsbemühungen hindeutet.
Viele Passagiere des TUI-Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 5“, die sich ebenfalls in Doha aufhielten, konnten inzwischen ausreisen. Die koordinierten Maßnahmen zeigen, wie die Bundesregierung in Krisenzeiten schnell und effektiv reagiert, um deutsche Bürger in unsicheren Regionen zu schützen und ihre sichere Rückkehr zu gewährleisten.



